1959 endstand "Der Frosch mit der Maske" und trat damit eine Krimiwelle in Deutschland los.
Das perfekte Zusammenspiel von Buch, Regie, Kamera und Musik schuf einen reißenden Thriller, wie es ihn in Deutschland lange nicht mehr gegeben hat.
Auch die Besetzung war brillant gewählt, (der smarte Fuchsberger, der pfiffige Lowitz, der unheimliche Fritz Rasp, der sympatisch-lustige Eddi Arent...) so daß einem Leinwanderfolg nichts mehr im wege stand.
So began eine Filmära, die zehn Jahre andauern sollte.
(eigene Kritik)

Der Erstling, der den deutschen Kriminalfilm revolutionierte und in Folge quasi ein eigenes Genre hervorbrachte. Die Handlung des Romans wurde geschickt und wirkungsvoll gestrafft und überzeugend in die Gegenwart verlegt. Die temporeiche Regie von Harald Reinl bietet aufregende Action, Witz und Ironie und zaubert eine gruselig-düstere Atmosphäre, wie es sie in einem deutschen Film lange nicht mehr gegeben hat. Die Kamera kontrastiert Licht und Schatten zu Bildern von beängstigender Schönheit, die an expressionistische Vorbilder des deutschen Stummfilms anknüpfen. Der swingend-aufpeitschende Score von Willy Mattes, der den Zuschauer von Anfang an in fiebrige Spannung versetzt, packt. Das Darstellerensemble eine wahre Pracht. Joachim Fuchsberger steht die Rolle des forschen Beschützers glänzend zu Gesicht. Eva Anthes zeigt sich spröde und anmutig. Später war sie unter ihrem richtigen Namen Elfie von Kalckreuth lange Jahre beliebte Programmansagerin beim ZDF in Mainz; den Frosch allerdings hat sie trotz zahlreicher Wiederholungen nie selbst auf dem Bildschirm angekündigt. Sehr gut der majestätische Scotland-Yard-Chef Ernst Fritz Fürbringers und der undurchsichtige Eigenbrötler Carl Langes. Walter Wilz verkörpert mit natürlicher Frische, jungenhaften Charme und die unbekümmerte Aufsässigkeit jugendlicher Unreife. Eisig Fritz Rasp; glatt und verschlagen Ulrich Beiger. Sympathisch Eddi Arent in verhalten-trockener Komik. Eva Pflug zaubert echte Sinnlichkeit auf die Leinwand; mitreißend ihr effektvoll gebotener Song. Siegfried Lowitz brilliert als Meister behutsamer Überlegenheit und pfiffiger Intelligenz. Ein echter Knaller für die Leinwand, ein Kino-Thriller großen Formats.
(Christoph Nestel)

Der Frosch mit der Maske ist ein besonderer Film der Reihe von über 30 Edgar-Wallace Verfilmungen, die zwischen 1959 und 1969 entstanden: Er ist nämlich der erste! Und hier wurden bereits die Strickmuster für die nächsten Erfolge festgelegt. Produziert wurde "Der Frosch mit der Maske" übrigens zum größten Teil in Dänemark - allerdings mit deutschen Darstellern.
(unbekannt)

Ein Klassiker - leider stark gekürzt!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Der Film selbst zählt zu den Klassikern der Serie. Harald Reinl schuf mit dem Wallace-Erstling bereits einen eiskalten actiongeladenen Meisterkrimi mit allen bekannten Stars der Serie. Dass Kinowelt hier aber auf ein mangelhaftes Master mit zahlreichen Lücken und drei gekürzten Szenen zurückgegriffen hat, macht leider nicht mehr als drei Sterne möglich...


Auch der "Der rote Kreis" steht seinem Vorgänger in Nichts nach.
Wieder harmonieren die Schauspieler gut mit einander (Säbisch, Wussow, Evert...).
Nicht so reißerisch wie Reinl drehte Roland jedoch einen in sich logischen und spanneneden Kriminalfilm. Der Kinoerfolg beflügelte Philipsen und Beck eine Option auf alle Edgar Wallace Bücher zu erhalten, und drehten weiter.
(eigene Kritik)

Leichen pflasterten den Weg dieser zweiten Edgar Wallace-Verfilmung nach "Der Frosch mit der Maske". Auch diesmal fanden die Dreharbeiten ausschließlich in Kopenhagen und Umgebung statt (beim "Frosch" hatte man zumindest einen Teil in London selbst gedreht), dennoch gelang es dem deutschen Filmteam die Stimmung der britischen Capitale (zumindest wie man sie sich aus den Wallace-Büchern vorstellt) einzufangen. Routiniert und mit guten Darstellern besetzt legte auch dieser Film die Grundlage, für die späteren Riesen-Erfolge der Reihe. Eddi Arent, der später mehr für das komische Element zuständig war, spielte hier noch eine "halbwegs ernste" Rolle.
(unbekannt)

Der rote Kreis ist nicht nur atmosphärisch einer der besten Edgar-Wallace-Filme. Unter der Regie von Jürgen Roland (nach einem Drehbuch von Wolfgang Menge, Erfinder von Ein Herz und eine Seele) entwickelt er ein für seine Zeit rasantes Tempo. Herausragend ist schließlich das überraschende Ende, das mit keinem anderen Edgar-Wallace-Film aus dem Hause Rialto vergleichbar ist. Dies ist vielleicht nicht die beste deutsche Wallace-Verfilmung. Zu den Top Fünf gehört sie allerdings ohne Zweifel.
(Christian Lukas)

Perfektes Krimivergnügen, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent:webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Stahlnetz-Regisseur Jürgen Roland bewies hier, dass er großes Kino machen konnte. Eine eiskalte Story, kontrastreiche Schwarzweißbilder und hervorragende Darsteller runden die spannende Dramaturgie auch stilistisch ab. Auch die Qualität der Kinowelt-Kassette ist diesmal akzeptabel.

Der rote Kreis' ist genau das, was schon die damalige Werbung versprach: ein perfekter Krimi. Das Drehbuch steht in Qualität und abwechslungsreicher Handlung dem 'Frosch mit der Maske' in nichts nach. Regisseur Roland inszenierte zwar nicht so actionreich und 'hart' wie Reinl, zahlreiche optische Gags (z. B. Entlassung des Diebes im französischen Gefängnis) und gekonnter Einsatz von zurückhaltender Komik (Szenen mit Arent und Fürbringer) zeugen aber auf jeden Fall von einer stilvollen und handfesten Inszenierung. Roland erweist sich durch einige Szenen sogar als eiskalter Thriller-Regisseur (z. B. Mord mit Lastwagen) Kameramann Pehlke zeigt sich zwar weniger beweglich als Kalinke beim Wallace-Erstling, dafür filmt er um so kontrastreicher. Die durchweg guten Schauspieler geben ihr bestes und die Neulinge Wussow und Saebisch stehen den Darstellern der Hauptrollen des Vorgängers in nichts nach. Renate Ewert ist äußerst talentiert und hätte auch weitere Wallace-Filme bereichern können. Die Darsteller der Nebenrollen sind auch hier ausdrucksstark in Szene gesetzt. Die Titelmusik hätte eingängiger geraten können. Sonst gibt es an diesem durchweg unterhaltsamen und logischen Krimi nichts zu bemängeln.
(Jan-Eric Loebe)

Der zweite Film der Rialto- Reihe bestätigt die Meinung vieler Fans, das die frühen Wallace Filme die besten sind. Dem Produktionsteam ist mit "Der rote Kreis" ohne Frage wieder ein Krimi Werk gelungen, das keines der typischen Wallace- Eigenschaften vermissen lässt. Die Schauspieler passen merkbar gut zusammen. Ausserdem ist die Identität des Gesuchten diesmal wirklich eine große Überraschung, wie ich finde.
(edgarwallaceweb)


Und wieder ein spanungsgeladener Wallace-Krimi, doch für Reinl-Verhältnisse etwas zu langsam geraten.
Sonst läßt dieser Film nichts vermissen, Spannung, Unheimliche Gestalten, ("Die Galgenhand"), und einen witzigen Eddi Arent.
Mangel: Wirkliche Aktion wird erst am Schluß geboten.
(eigene Kritik)

Die Drehbuchautoren haben für diesen Film ein logisches und abwechslungsreiches Drehbuch verfasst. Regisseur Reinl konnte so einen überzeugenden Film liefern. So gründlich wie bei "Der Frosch mit der Maske" ging er hier aber nicht ans Werk. Auf echte Action - sonst typisch für Reinl - muss man bis zum letzten Akt des Films warten. Vorher dominiert eher eine gewisse Gemächlichkeit, dabei hätte Reinl durchaus mehr Möglichkeiten für spektakuläre Szenen gehabt (z. B. Anschlag auf Chefinspektor Long mit dem Auto, Mord an Monkfort im Zug). Kameramann Albert Benitz zeigt sich für Reinl-Verhältnisse relativ unbeweglich. Ansonsten wären noch die schlechten Rückprojektionen zu bemängeln. Die Darsteller sind aber wieder einmal absolut überzeugend und perfekt besetzt. Lediglich Eddi Arent ist hier in einer undankbaren Rolle zu sehen. Sein Auftreten ist teilweise zu klamaukhaft. "Die Bande des Schreckens" ist dennoch ein passabler Edgar Wallace-Film, der die Erwartungen des Zuschauers durchaus erfüllt.
(Jan-Eric Loebe)

Harmloser Krimi mit Top-Besetzung, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Zu bemängeln ist an diesem Film eigentlich nur die etwas harmlose Inszenierungsweise Harald Reinls. Die Mordszenen hatte er noch in "Der Frosch mit der Maske" deutlich spektkulärer in Szene gesetzt. So muss man schließlich bis zum letzten Drittel des Films warten, bis es etwas actionreicher wird. Die gute Besetzung mit Joachim Fuchsberger, Karin Dor und erstmals bei Wallace, Elisabeth Flickenschildt überzeugt aber vollkommen.
Zu bemerken ist auch die gute Qualität des Masters für diese Kaufkassette.


Dieser Film ist auch heute noch einer der beliebtesten und bekanntesten der E.W. Reihe.
Roland legte in seinem 2. Wallace an Spannung und unheimlichen Filmszenen zu. Wallender Nebel, typische Tonsequenzen wie Eule, Nebelhörner und Schiffssirenen bringen den nötigen Grusel.
Die Besetzung ist wieder erstklassig gewählt. Vor allem Gert Fröbe in der Rolle des Abel Bellamy war ein Glücksgriff.
Einziger Mangel: der Auftritt eines zweiten Bogenschützen.
(eigene Kritik)

Jürgen Roland schuf mit "Der grüne Bogenschütze" zweifelsohne einen der witzigsten Edgar Wallace-Filme. Obwohl der Film bei genauerer Betrachtung einige Ungereimtheiten enthält, so ist er insgesamt doch so unterhaltsam und abwechslungsreich inszeniert, dass dies kaum auffällt. Die Darsteller agieren in Höchstform. Die Starbesetzung lässt bis in die kleinste Nebenrolle keine Wünsche offen. Die Schauplätze sind stimmungsvoll aufgenommen und trotz der eher ironischen Inszenierungsweise und keinen wirklichen Schockeffekten, beinhaltet der Film einige durchaus gruselige Nachtaufnahmen und Schauermomente. So kann man auch aus heutiger Sicht "Der grüne Bogenschütze" als einen der beliebtesten Klassiker der Serie bezeichnen.
(Jan-Eric Loebe)

Der grüne Bogenschütze ist sicher schon von der Besetzung her einer der hochkarätigsten Wallace-Verfilmungen. Gert Fröbe ist als undurchsichtiger Schlossbesitzer absolut überzeugend! Hinzu kommt Krimi-Experte Jürgen Roland, der nur 2 Wallace-Filme drehte, aber mitaller Routine doch frischen Wind in die Film-Serie brachte.
(unbekannt)

Spannend und witzig - aber gekürzt!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Jürgen Roland inszenierte hiermit einmal mehr einen selbstironischen Wallace-Krimi, der mit zahlreichen Wortwitzen aufwartet. Wenn auch die Dramaturgie nicht 100%ig hinhaut, die Darsteller machen es wieder gut. Wenn man den Film aber endlich einmal neu abgetastet hätte und um die fehlenden Szenen ergänzt hätte, gäbe es einen Stern mehr.


Alfred Vohrers Regiedebüt in einem Wallace-Film war ein absoluter Erfolg für die Serie
Diesen Film kann man mit Recht einen wirklichen Grusel-Krimi nennen. Vohrer inszenierte härter und düsterer als seine Vorgänger. Er verstand es Buch, Schauplatz und Kamera zu kombinieren um einen möglichst besten Effekt zu erhalten. Vohrer avancierte, neben Reinl, zum Rialto-Stammregiesseur und es folgten weitere 13 Filme unter seiner Regie.
Außer den Routiniers Fuchsberger, Arent und Wüstenhagen treten erstmalig Karin Baal, Dieter Borsche, Ady Berber und natürlich der unvergessene "Wallace-Bösewicht" Klaus Kinski, auf.
Fazit: "Ein Klassiker des deutschen Kriminalfilms!"(Jan-Eric Loebe)
(eigene Kritik)

Alfred Vohrers erster Wallace-Krimi erfrischt die Serie ohne jeden Zweifel durch eine ganz neuartige Inszenierungsweise. Wenige andere Regisseure haben es wohl besser verstanden aus jeder Einstellung und aus jeder Kamerabewegung einen dramaturgisch so perfekt stimmigen Effekt zu erzielen. Egal ob es sich dabei um eine Mordszene handelt (z. B. Mord im Fahrstuhlschacht) oder um eine gelungene komische Passage des Films (Szene mit Fuchsberger, Wüstenhagen und Arent). Auch beim Betrachten der Gesamtserie gibt es wohl keinen Film, der unheimlicher und düsterer wäre als dieser. Die Schauplätze (an erster Stelle das Blindenheim) verheißen nichts Gutes und die harte Inszenierung der Mordszenen bewirken ihr übriges. Ein Großteil zum gelingen dieses Films liegt bei den Autoren des Drehbuches. Soviel Dialogwitz, soviel Liebe im Detail kann bis dahin kein anderer Wallace-Film aufweisen. Fazit: Ein Klassiker des deutschen Kriminalfilms!
(Jan-Eric Loebe)

Altbewährtes Rezept, altbewährte Darsteller - aber immer wieder gerne genommen. Derselbe Edgar Wallace-Roman wurde übrigens bereits im Jahre 1939 unter dem Titel "Der Würger" mit Bela Lugosi in der Hauptrolle verfilmt. Damals war es grusliger, Borsche ist kultiger...
(Unbekannt)

Einer der besten Wallace-Filme!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Alfred Vohrers Wallace-Debut enthält bereits alle Stilmittel die die Handschrift des erfolgreichsten deutschen Krimiregisseurs der 60er Jahre ausmacht. Harte Action, eiskalter Humor und unheimliche Nebelaufnahmen halten in der flüssigen Dramturgie die Ballance. Die Darsteller sind in bestform - allen voran der junge Klaus Kinski! Da man für die Kaufkassette leider auf ein älteres Master ohne knallrotem Farbvorspann zurückgriff, gibts aber nur 4 Punkte.


Neue Töne in der ersten Deutsch-Englischen Coproduktion. Es wurde zwar realistischer, aber wie ich finde relativ unspektakulär gedreht.
Positiv zu erwähnen ist der Dreh an Orginalschauplätzen und das gute Zusammenspiel der deutsch-englischen Schauspielercrew.
Auch Christopher Lee (Ling Chu) und Klaus Kinski (Peter Keene)wirkten in ihren Rollen überzeugend.
(eigene Kritik)

Diese englisch-deutsche Coproduktion setzte innerhalb der Wallace-Serie ganz neue Akzente. Inhaltlich und formal wirkt diese Geschichte um eine Mordserie im Drogenmilieu wesentlich zeitgenössischer als die bisherigen Produktionen. Auch die exklusiven, zahlreichen Aufnahmen an Originalschauplätzen lassen diesen Streifen realistischer und weniger fiktiv erscheinen. Der Regisseur Akos von Rathony schuf einen etwas weniger spektakulären, aber dennoch spannenden Thriller mit internationalem Flair. Die deutsche und britische Besetzung überzeugt im gegenseitigen Einklang und die Musik von Keith Papworth zählt zu den besten der gesamten Serie.
(Jan-Eric Loebe)

Der Titel ist ein wenig irreführend, da das Geheimnis der gelben Narzissen bereits in den ersten Minuten gelöst wird und danach keine Rolle mehr spielt; dies tut dem Film jedoch keinen Abbruch. Die Story ist spannend und flott inszeniert und besticht durch ihre ausgiebigen Außenaufnahmen an Originalschauplätzen. Starkameramann Desmond Dickinson hat Schönheit und Gefahr des nächtlichen Großstadtpflasters London in ausdrucksstarken Bildern eingefangen. Keith Papworth erweist sich als vielseitiger Komponist, dessen Spannungsthemen und stimmungsvolle Illustrationsmusik die Handlung wirkungsvoll begleiten. Der frivole Song ist Ingrid van Bergen auf den Leib geschrieben und verleiht ihrem herben, spröden Charme glänzend Ausdruck. Joachim Fuchsberger und Sabina Sesselmann - ein Starduo mit Konfliktpotential, das sich erst zusammenraufen muss. Christopher Lee unterstreicht seinen mit kluger Gelassenheit gespielten Part durch Humor der leisen Töne. Albert Lieven mimt mit Bravour den bedingungslosen Geschäftsmann von trügerischer Freundlichkeit. Ganz besondere Freude bereitet nach zehnjähriger Pause seit "Nachts auf den Straßen" das Wiedersehen mit Marius Goring in einem deutschen Film. Auch hier ist Klaus Kinski überragend. Er verliert in der Rolle des Peter Keene trotz aller Brutalität nie seine mitleiderregende Ambivalenz. Die ständige Präsenz unselbständiger Schwäche und enttäuschten Lebenshungers macht betroffen. Dichtes, emotionales Spannungskino mit wirkungsvollen Zwischentönen.
(Christoph Nestel)

"The Devil's Daffodil" als "Original"-Titel anzugeben ist nicht ganz korrekt: Da die Wallace-Welle gerade über Deutschland und die britische Insel schwappte, drehte man - um Kosten zu sparen - den Film an denselben Drehorten in derselben Inszenierung in einer deutschen und einer englischsprachigen Version; allerdings auch mit anderen Darstellern. Für Deutschland agierte das bewährte Team um "Blacky" Fuchsberger und Klaus Kinski.
(Unbekannt)

Schwacher Wallace, 11. Dezember 2001 Rezensentin/Rezensent: aus Deutschland
Eigentlich hätte dieser Film ein Meisterstück werden können aber dem war wohl nicht so. Die Darsteller sind eigentlich ganz gut (Christopher Lee, Klaus Kinski, Albert Lieven) aber Joachim Fuchsberger wirkt hier, mal wieder, völlig deplatziert. Auch die Inszenierung ist eher mangelhaft, da die viel zu großen Löcher im Drehbuch kaum zu übersehen sind. Auch fehlt der Grusel, das skurile, die Musik von Peter Thomas. So ist der Film eher ein B-Krimi als ein Wallace-Grusler. Schade das aus dem Film nicht mehr geworden ist als, heute veraltete, anspruchslose Krimi-Unterhaltung.

Weniger bekannt - aber ein Spitzenfilm der Serie!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Einmal mehr gibt es in dieser deutsch-englischen Coproduktion originale Londonaufnahmen zu sehen. Und das ist neben einer größeren Rolle Klaus Kinskis auch der große Pluspunkt dieses Wallace-Streifens. Die Musik zählt zu den besten der Serie und Christopher Lee ist hier mit original deutscher Stimme zu hören. Die Handlung ist perfekt und im Vergleich zu anderen Filmen der Serie relativ modern. Der Vorspann wäre aber eigentlich in Farbe - deshalb gibts einen Stern weniger.


Ein Reinl-Film im Stil eines Detektiv-Krimis.
Logischer Handlungsaufbau, Sehr gute Darsteller und gut gewählte Schauplätze.
Ebenso sorgt die unverwechselbare Musik von Martin Böttcher für den typischen Wallace-Charme
Ein Zeitloser und spannend erzählter Film.
(eigene Kritik)

Fesselnd bis zum ende, 9. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: renategrob aus Canmore, Alberta Kanada
Dies ist einer der spannensten Edgar Wallace Filme und es gibt ein absolut ueberraschendes Ende. Liebe, Sehnsucht und Spannung ein MUSS fuer jeden Krimi liebhaber.

Nicht so bekannt - aber große Klasse!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Harald Reinls dritter Wallace-Film zählt sicher nicht zu den bekannteren Filmen der Erfolgsserie. Das mag daran liegen, dass er hier auf einen zugkräftigen Star wie Joachim Fuchsberger verzichtete. Dennoch gelang ihm ein psychologisch geschickt aufgebauter Meisterkrimi mit einer bezaubernden Karin Dor und einem hervorragenden Siegfried Lowitz. Die Musik von Martin Böttcher zählt zu seinen schönsten Soundtracks. Auch die Qualität des Masters lässt diesmal nichts zu wünschen übrig und selbst die Constantin-Verleihmarke ist auf der Kassette enthalten.

Harald Reinl ist hier mal wieder als Qualitätsiegel in Sachen Wallace-Filme zu betrachten. Ein Schloß und vernebelte Londoner Gassen sorgen für den bekannten Wallace Flair, die Story ist abwechslungsreich und flott, vielleicht manchmal ein bisschen undurchsichtig. Alles in allem eine echte Bereicherung für den Wallace Fan.
(edgarwallaceweb)


"Alte Wallace Hasen" (Fuchsberger, Kinski, Arend) treffen Ufa Stars (Lil Dagover).
Gruselige Szenen im Schloß der Gräfin und der finsteren Irrenanstalt geben dem Film einen düsteren Anstrich.
Die Undurchschaubarkeit der Figuren und die gut erzählte Story sind heute noch Garant für einen spannenden Film.
(eigene Kritik)

Allein die großartige Starbesetzung des Films, bis in die kleinste Rolle, verspricht höchstes Krimivergnügen, welches den Zuschauer mit dieser Produktion auch tatsächlich erwartet. Die Kombination aus einer großen Reihe Ufa-Altstars, dem jungen, in seiner Rolle ergreifenden Klaus Kinski und dem Drehbuch, das allen Darstellern gleichermaßen eine einmalige Undurchschaubarkeit verleiht, fesselt das Publikum von Anfang bis Ende an die spannende Dramaturgie der Geschichte. Die faszinierenden Schauplätze, wie das rätselhafte Schloss und die düstere Irrenanstalt, unterstreichen die bedrohlichen Ereignisse um das immer enger werdende Netz, das die begabte Brigitte Grothum umgibt. Ein Klassiker des Kriminalfilms!
(Jan-Eric Loebe)

Unter der Regie von "UfA"-Veteran Josef von Baky (drehte bereits 1943 "Münchhausen" mit Hans Albers) entstand diese Edgar Wallace-Verfilmung, die mit Marianne Hoppe und Richard Häussle weitere Stars der großen Zeit des Kinos im und nach dem Zweiten Weltkrieg im Ensemble hatte. Die Story selbst kann nicht an die Spannung einiger anderer Filme der Reihe heranreichen, erhielt aber immerhin einen "Bundesfilmpreis".
(Unbekannt)

Ein Wallace-Krimi der Extraklasse, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Dieser Film überzeugt absolut. Doppelbödige Handlung und ebensolche Charaktere von den namhaftesten Schauspielern seiner Zeit gespielt. Klaus Kinski war bei Wallace wohl kaum eindringlicher und besser. Namhafte Altstars der deutschen Films glänzen ebenso wie die begabte Brigitte Grothum, die hier ihren ersten Wallace-Auftritt hat. Leider ist der Film auf der Kaufkassette gemattet - ein Stern Abzug dafür.


Ein filmischer Abstieg innerhalb der Reihe.
Gute Schauspieler(Rasp, Arent, Kinski), die sich aufgrund des schlechten Drehbuchs und mangelhafter Umsetzung, nicht hervortun konnten. Selbst der "Bösewicht" (Pinkas Braun) ist bereits in der 1. Szene an der Stimme zu erkennen.
Unglücklicher hätte die Stoffwahl nicht sein können. So ist Orginalvorlage von Edgar Wallace ebenso lahm und ohne Höhepunkte wie dieser Film.
Fazit: Zu viel Cotton, zu wenig Wallace!
(eigene Kritik)

Mitten im kommerziellen und künstlerischen Aufwind der Wallace-Filme erlebte das Publikum durch diesen Streifen wohl eine herbe Enttäuschung. Schon inhaltlich mag die Handlung nicht so recht in das Schema der Serie passen. Der Plot um die zwei rivalisierenden Gangsterbanden hätte wohl mehr in die drei Jahre später entstandene Jerry-Cotton-Reihe gepasst. Formal kann dieser Film leider ebenso wenig als gelungener Krimi betrachtet werden. Selbst wenn man die Tatsache, dass der Haupttäter bereits bei seinem ersten Auftritt an der Stimme zu identifizieren ist, außen vor lässt. Regisseur Helmuth Ashley kann man angesichts einer unreifen Geschichte ohne erkennbaren Spannungsbogen keinen weiteren Vorwurf machen; auch nicht der an sich attraktiven Besetzung - vom farblosen Sternchen Marisa Mell einmal abgesehen. Unfähig erwies sich hier der sonst sehr präzise arbeitende Autor Egon Eis. Das einzig gute an diesem schlechtesten Schwarzweiß-Wallace ist der Titelvorspann und die Filmmusik von Peter Thomas.
(Jan-Eric Loebe)

Spaßig, skuril und gut besetzt., 13. Februar 2002 Rezensentin/Rezensent: aus frankfurt am main Germany
Dieser Wallace ist eine echte entdeckung. Er ist Actionreich, spannend, skuril und gut besetzt. Vorallem Neuentdeckung Marisa Mell ist in ihrer Rolle sehr gut. Auch Christopher Lee ist immer wieder Sehenswert. Auf jedenfall sein Geld wert!!!

Gangster in London sollte der Streifen ursprünglich heißen, bevor die Orchideen in den Vordergrund kamen - nicht ohne Grund, denn dieser Film war einer der wenigen aus der Frühzeit der Edgar Wallace-Reihe, der nicht nur in London spielte, sondern auch dort gedreht wurde. Mit Christopher Lee engagierte man dann auch prompt einen großen Star des britischen und internationalen Kinos. Die Attraktion des Films ist allerdings sicherlich Klaus Kinski in seiner unnachahmlichen Rolle des "Schönen Steve"...
(Unbekannt)

Schwächster Schwarzweiß-Wallace!, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Hellmuth Ashley inszenierte hier den mit Abstand schlechtesten s/w-Wallace. Eine klamaukhafte, unglaubwürdige Handlung wurde leider ebenso umgesetzt. Dass man den Haupttäter schon in der ersten Szene an seiner Stimme erkennt, spricht für die lieblose Produktionsweise. So können leider auch die ansonst sehr guten Darsteller Adrian Hoven, Christopher Lee, Pinkas Braun und Klaus Kinski diesen Film nicht retten. Ihr Talent wurde hier leider auf unterstem Niveau vertan. Wenigstens lässt die technische Qualität der Kassette kaum zu wünschen übrig.


Ein gelungener Wallace der Spitzenklasse.
Das Dreamteam Vohrer und Löb schafften es wieder einen spannungsgeladenen und effektfollen Film zu drehen. Die Besetzung aus "Wallace-Oldstars" (Arent, Braun, Peters...) werden perfekt ergänzt durch Wendland`s "Neuerungenschaften" Siegfried Schürenberg und Heinz Drache, die schon bald zur festen Stammbesetzung avancieren sollten.
Auch die Drehorte wurden perfekt ausgesucht (Berliner Pfaueninsel) um eine schaurig- schöne Stimmung zu vermitteln.
(eigene Kritik)

Die Handlung ist abwechslungsreich, amüsant und bietet durch die verschiedenen Schlüsselbesitzer ständig etwas Neues. Der perfekte Rhythmus des Films wird in den heute zugänglichen Fernseh- und Videofassungen durch die Entfernung der Eingangssequenz zu Anfang unliebsam gedämpft; weitere Schnitte bringen einige Szenen um den Effekt. Die Besetzung ist eine wahre Freude. Am eindrucksvollsten Pinkas Braun als brutaler, herrschsüchtiger Dr. Staletti, der seine Dialogsätze trotz scheinbarer Gelassenheit wie Peitschenhiebe zu verteilen versteht. Heinz Drache zeigt sich hier von außergewöhnlicher Dynamik als wahrer Gentleman. Eddi Arent zeigt sich in Bestform als liebenswerter Eulenspiegel; Klaus Kinski versteht aus einer kleinen Rolle wirklich alles herauszuholen und überrascht wiederum mit neuen Nuancen in seinem Spiel. Beängstigend Gisela Uhlen als rücksichtslos-grausame Mrs. Cody; Werner Peters glänzt als ihr schwächlicher, unselbständiger Gatte. Hans Nielsen zunächst von treuherziger Freundlichkeit bis zur Verwandlung in die bemühte Kälte eines nach Selbstbestätigung heischenden Möchtegernbösewichts. In den Szenen mit Ady Berber verstand es Vohrer wiederum geschickt, unfreiwillige Komik zu vermeiden und dem Betrachter Schauer über den Rücken zu jagen. Karl Löbs Kamera verwandelt die Schauplätze auf der Berliner Pfaueninsel in eine eindrucksvolle Kulisse, deren Wirkung sich durch die sparsame Verwendung von Musik noch verdichtet. Einziges Manko: es hätte wohl gelingen sollen, für die Szenen im Labor von Dr. Staletti einen echten Affen aufzutreiben. Ein spannender Film der alles enthält, was man sich von einem guten Wallace erwartet und keine Wünsche offen läßt.
(Christoph Nestel)

Vielleicht ist es bei den Filmen der Edgar Wallace-Reihe wichtig, welche man zuerst gesehen hat. Sicherlich ist die Geschichte von den potentiellen Erben, die einander einer nach dem anderen meuchelmorden nicht sonderlich originell. Genauso wenig zeigte man mit der altbewährten Besetzung Innovativität. Trotzdem ist das ganze natürlich unterhaltsam und zugegebenermaßen auch spannend, wenn auch mit einem gewissen Komik-Faktor, für den nicht nur Eddi Arent sorgt.
(Unbekannt)

Verstümmeltes Meisterwerk, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Alfred Vohrers zweite Wallace-Arbeit überzeugt in jeder Hinsicht. In diesem Film kommt eben einmal alles vor, was man bei Wallace erwartet: Spannung, Action und Humor. Die mangelhafte Qualität des Videomasters für diese Kassette schadet dem Film aber so erheblich, dass es hier gleich 2 Sterne weniger gibt - schließlich fehlt hier nicht nur die komplette Eingangsszene.


Ein geniales Meisterwerk!
Buch, Regie, Kamera, Darsteller und Drehorte werden geschickt zu einem der spannungsgeladenem temporeichsten Wallace-Filme verarbeitet.
Elisabeth Flickenschild darf hier einen Solosong zum besten geben.(bereits der 3. Song der Serie) Auch Dialoge und Musik trugen dazu bei aus diesem Film eine absolut "gelungene Sache" zu machen.
Anmerkung: Ab diesem Film beginnt ein Abschnit an dem sich nicht mehr ausschließlich an die Romanvorlage gehalten wird.
(eigene Kritik)

Und wieder gelang Alfred Vohrer ein Krimiklassiker von höchster Perfektion, der durch die außerordentliche Handschrift des Regisseurs bis heute nichts an Spannung, Tempo und Humor eingebüßt hat. Die brillanten Regieeinfälle bekräftigen die originellen Dialogpassagen des Films, die von den überragenden Darstellern in beispielloser Weise wiedergegeben werden. Die Musik von Martin Böttcher und der einzigartige Song der Elisabeth Flickenschildt stellen diesen Film ebenfalls als einen der besten der Serie heraus.
(Jan-Eric Loebe)

Nichts neues, viel altbewährtes. Elisabeth Flickenschildt konnte sich als eine der undurchsichtigsten Figuren in der Geschichte der Edgar Wallace-Filme profilieren und dabei ihr eigenes Image mit aufbauen. Und "Blacky" Fuchsberger darf wieder einmal Mädchenherzen brechen.
(Unbekannt)

Krimiklassiker auf Billigvideo!, 21. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin, Deutschland
Das Gasthaus... gehört unbestritten zu den Spitzentiteln der deutschen Wallace-Serie. Das Fehlen der Verleihfanfare, des Rialto-Signets und die s/w-Wiedergabe des kultigen Farbvorspanns veranlassen mich aber, dieser Billigkassette nur einen Stern zu verpassen. Alles Fans sollten auf die vorbildlich restaurierten Fassungen der weiterer Wallace-Filme auf DVD hoffen!

Toller Krimi des Altmeisters, 21. März 2001 Rezensentin/Rezensent: (jimbrocoli@aol.com) aus Belgien, Bruessel
Ich halte den Krimi fuer einen der besten aus der Edgar Wallace Serie. Elisabeth Flickenschildt ist die grosse alte Dame des Krimis - und wer ueber Eddy Arendt nicht lachen kann, ist selber schuld. Die ganze Szenerie ist schauerlich - unter den damaligen Aspekten - und auf Wallace abgestimmt. Filme dieses Genres spielten am besten im London dieser Tage. Alles in allem sehens- und empfehlenswert.

Nicht gerade der beste Edgar Wallace Film, 7. Dezember 2000 Rezensentin/Rezensent: aus Deutschland
Zur Entstehungszeit schon nicht gerade top, ist dieser Film heute nur noch ein unfreiwillig komischer Gruselkrimi, der aber zumindest ganz unterhaltsam ist. Nicht logisch, aber unterhaltsam. Auch wenn ihn niemand leiden kann, Klaus Kinski ist der einzige wirklich gute Schauspieler hier und beweißt dem Publikum, daß er auch in so einem mickrigen Filmchen glänzen konnte.


Ebenfals wieder einer der bekanntesten Filme der Serie.
Man kann ihn duraus als handwerklich solides Werk bezeichnen, obwohl der Film einige Schwächen aufweist. Die Darsteller sind hervoragend besetzt. Sowie Heinz Drache, der hier zum zweiten Mal sein Können unter Beweis stellt.
(eigene Kritik)

Alfred Vohrer führt sein Ensemble so raffiniert und pfiffig, zaubert Stimmungen und Atmosphäre, so dass die Unebenheiten der Story gar nicht auffallen. Heinz Drache verleiht dem Inspektor gegenüber seinen vorhergehenden Rollen eine neue, vollendete Tiefe: sein Inspektor Elford trägt sanfte und widerborstige Züge zugleich und weiß sich in jeder Situation energisch jedoch mit Takt zu behaupten. Barbara Rütting bezaubert mit damenhaftem, schlagfertigem Charme. Günther Pfitzmann, Wolfgang Wahl, Eddi Arent und Siegfried Schürenberg zeigen sich in Bestform. Klaus Kinski liefert eine faszinierende stumme Studie. Agnes Windeck berührt mit feinsinnigem Humor menschliche Schwächen; pures Vergnügen bereitet Heinz Spitzner als skurriler Polizeiarzt. Albert Bessler verkörpert den undurchsichtigen Butler mit echtem Wallace-Touch. Peter Thomas schuf eine Filmmusik von internationalem Renommée, die zu den stimmungsvollsten seiner Wallace-Kompositionen zählt. Nicht nur einer der berühmtesten Romane von Edgar Wallace, sondern auch ein Glanzstück im Rahmen der Kinoserie. Filmisch kann man in ihm die Summe der klassischen Wallace-Krimis sehen, denn Alfred Vohrers Sinn für akzentuierte Spannungsbögen und skurrile Effekte verschmilzt hier mit dem Blick für romantisch-optische Bildwirkungen, wie er für die Filme von Harald Reinl typisch ist. Die stilvoll eingefangenen Bilder in London und dem winterlichen Berlin besitzen beispielhafte Anmut und verleihen dem Geschehen eine eigenständige Note. Ein Film von überragender Ästhetik und zeitloser Schönheit.
(Christoph Nestel)

Willkommen auf der "M.S. Wallace" - alle Mann an Bord ... dann Leinen los. Käpt`n Vohrer hat wieder einmal das Steuer übernommen, der 1. Offizier Drache sorgt für das Wohl aller und Maat Eddi Arent unterhält die Gäste. Passagier Kinski stört wie immer den Frieden, aber sonst wär' eine solche Kreuzfahrt ja auch langweilig. Und wer das einmal mitgemacht hat, der ist auch beim nächsten Mal garantiert wieder dabei.
(Unbekannt)

Kaufen!, 13. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Ein Kriminalfilm nach Edgar Wallace, den man als Fan im Videoregal haben muss! Der Film ist spannend gemacht. Für die Komik am Rande sorgt Eddi Arent. Unvergessen auch: Agnes Windeck. Man kann sich den Film immer wieder ansehen - und besonders Agnes Windecks Rolle gönnt man ihren Triumph am Ende, die Rache für den Tod ihres Mannes. Die Schlusssequenz des Films ist eine der besten, die die Wallace-Filme anzubieten hatten.


Oftmals verkannt wegen fehlender Londonaufnahmen, verhaltener Geschwindigkeit, und einigen Inhaltlichen Ungereimtheiten.
Persönlich halte ich diesen Film für einen gelungenen Grusel-Krimi. Man begegnet einer top besetzten Darstellercrew (Fuchsberger, Bursche, Arent Kinski, Peters und Charls Regnier).
Gekonnte Nachtaufnahmen und die schaurige Musik von Böttcher lassen die Drehorte (Schloß und Ruine) in einem unheimlichen gruseligen Licht erstrahlen.
Positiev zu bemerken wäre auch die sich an die Romanvorlage haltende Regiearbeit von Franz-Josef Gottlieb.
(eigene Kritik)

Ein faszinierender Gruselfilm mit wildromantisch-düsterer Atmosphäre vor dem Spiel unwägbarer menschlicher Abgründe. Das rundum überzeugende Darstellerensemble wurde von Franz Josef Gottlieb mit nüchterner Kaltschnäuzigkeit nahezu dokumentarisch geführt. Charles Regnier erweist sich durch gleichgültige Überlegenheit als einer der eindrucksvollsten Wallace-Inspektoren; seine Besetzung war ein absoluter Glücksgriff. Fesselnd das Wiedersehen mit Dieter Borsche in einem Wallace-Krimi; seinem fahrig-entrückten, doppelbödigen Lord Chelford stehen die Züge gehetzten Wahnsinns buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Joachim Fuchsberger, Werner Peters und Harry Wüstenhagen als einfühlsamer Verwalter Dick Alford, ungeschlachter Bösewicht und leichtfertiger Anwalt überzeugen wie immer durch treffende Darstellung. Klaus Kinski zeigt als bedächtig-verschlagener Butler wiederum neue Seiten. Eddi Arent agiert angenehm dezent und erfreut mit oftmals regelrecht unterspielten Gags. Alice Treff bietet als verwirrte Lady Chelford einen wahrhaft mysteriösen Auftritt. Die plastische, kontrastreiche Fotografie von Richard Angst schlägt den Zuschauer in ihren Bann. Martin Böttcher schuf dazu einen geheimnisumwittert- unheimlichen Musikscore. Gottlieb hat gleichsam Alfred Vohrer wie Harald Reinl genau auf die Finger gesehen und überrascht mit skurrilen Kameraeinstellungen (Blick durch die Standuhr) und verklärten Bildwirkungen (Außenaufnahmen). Manko bleibt, daß man die dramaturgischen Möglichkeiten aus dem Auftreten eines guten und eines bösen Abtes nicht genutzt hat und es an progressiver Härte mangelt. Hätte man Gottlieb keine Drehbuchbearbeitung zugestanden, und 1963 nicht bewußt eine FSK-12-Freigabe für einen Sommerstart angestrebt, wäre der Film perfekt. Summa summarum: Trotz ungenutzer Möglichkeiten ein herausragender Wallace-Krimi mit einzigartiger Aura.
(Christoph Nestel)

Wer die Edgar Wallace-Filme mag, bekommt beim "schwarzen Abt" wieder eine Extra-Portion Westentaschen Grusel. Denn wieder einmal entsprechen alle Figuren so bestechend ihren Klischees, daß man sich nur vor Lachen biegen kann - oder fasziniert zuschauen. Denn irgendwie will man ja doch wissen, wer sich hinter der Maske des gruseligen Mönches verbirgt...
(Unbekannt)

Leider gehört Franz-Joseph Gottlieb, der im Laufe der Jahre jede Menge Schlager-Komödien und ähnliche Filme gedreht hat, nicht zu den besten Regisseuren der Serie. Gottlieb ist ein Handwerker. Der schwarze Abt sieht ganz gut aus, doch es fehlt Gottlieb ganz einfach das Gespür für den richtigen Spannungsaufbau. Trotz der verzwickten Geschichte, die eigentlich minütlich neue Wendungen präsentiert, plätschert der Film ein wenig vor sich hin. Herausgerissen wird die Geschichte jedoch von Dieter Borsche, der in der Rolle des nach außen sympathisch wirkenden, im Inneren jedoch eiskalten Lords darstellerische Glanzpunkte setzen kann.
(Christian Lukas)


Ein Kabinetstück der Extraklasse!
Vohrer schaffte es einen spannenden und flotten Atelierfilm zu inszinieren.
Die Handlung basiert auf Agatha Christies "Zehn kleine Negerlein". Die Darsteller harmonieren gut miteinander und bei der großen Bandbreite der Charaktaire kommt keine Langeweile auf. Auch das Szenenbild ist liebevoll gestaltet, so daß man das Gefühl hat, es wurde tatsächlich in einem schottischen Schloß gedreht. Einziges Manko: Die Schlußpointe ist etwas übertrieben, tut aber dem Sehvergnügen keinen abbruch.
(eigene Kritik)

Beeindruckend, wie Alfred Vohrer es verstanden hat, einen fast reinen Atelierfilm so spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Der Film verbindet schockfreudiges Grauen mit zynisch-satirischer Parodie. Die subjektive Kamera Karl Löbs macht den atemlosen Zuschauer zum Komplizen des unheimlichen Mörders. Das Ensemble ist eine wahre Pracht: die Stars jeder Schauspielergeneration in trefflichem Zusammenspiel mit hinreißenden Dialogen. Köstlich Elisabeth Flickenschildt als zischelnde Lady Lebanon, eine Grande Dame majestätischer Überlegenheit. Hans Clarin als unreifes Muttersöhnchen liefert eine subtile Studie gehetzten Wahnsinns. Heinz Drache zeigt sich wiederum als energischer Ermittler. Bestechend Richard Häussler in seiner süffisanten Distinguiertheit. Alexander Engel zeichnet den bigotten Reverend mit entlarvender Ironie. Hans Nielsen als grobschlächtiger Amerikaner beweist hier starke Wandlungsfähigkeit; ein Kunstgriff für sich sind Maske und Frisur, die er in diesem Film trägt. Wahrhaft teuflisch, als seine Ehefrau, Gisela Uhlen. Siegfried Schürenberg gestaltet seinen Part wie gewohnt mit viel Humor, dennoch bleibt stets die rücksichtslose Berechnung seines Sir Henry spürbar. Klaus Kinski als ausgegrenzter und gewalttätiger Peter Ross erregt Mitleid und Abscheu zugleich. Der zurückgebliebene Hühne Ady Berbers bereichert die Gesellschaft um eine tragikomische, im Kern empfindsame Gestalt scheuer Verletzlichkeit. Ein Kabinettstückchen als Butler bietet Eddi Arent mit einer Fülle wohlgetimter Pointen. Aber: Wenn man schon einen "Inspektor Fuchsberger" auftreten läßt, hätte man schon dafür sorgen müssen, daß "Blacky" dafür auch selbst zur Verfügung steht. Auch auf die wenig originelle Schlußpointe, in der sich Edgar Wallace als Alleinerbe und Größte dieses Jahrhunderts herausstellen soll, hätte man besser verzichtet. Alles in allem sind dies aber Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck dieses Klassikers keinen Moment trüben können; Charme und atmosphärische Dichte bleiben im Gedächtnis haften. Einer der schönsten und gelungensten Filme der ganzen Serie.
(Christoph Nestel)

Das indische Tuch gehört zu den Klassikern der Edgar Wallace-Reihe - denn es hat doch alles, was einen echten "Wallace" ausmacht: Ein etwas wahnsinniger Hans Clarin, ein scheinbar unbestechlicher Heinz Drache - und natürlich Butler Eddi Arent. Dazu viel Grusel und Klischee, reichlich Trockennebel - und das ganze wirkt witzig und spannend zugleich.
(Unbekannt)

Einer der besten Wallace-Filme, 24. April 2001 Rezensentin/Rezensent: stefanknust2 aus Paderborn
Das bekannte Spiel der zehn kleinen Negerlein, diesmal als spannende Edgar Wallace Verfilmung. Leider sind die Videofassung und die Fernsehausstrahlungen in entscheidenden Szenen arg gekürzt. Hoffentlich erbarmt sich Kinowelt und bringt von diesem Titel eine anständige DVD-Version heraus.


In diesem Film wird weniger auf Grusel und Horror gesetzt sondern mehr auf Psychologie und Nervenkitzel.
Reinl verbindet geschickt die beiden Plots, Messermorde und den tatsächlich in England gerade begangenen spektakulären Raub auf einen Postzug miteinander.
Wieder stehen Fuchsberger und Karin Dor zusammen vor der Kamera und Hans Clarin ist in seinem 2. Gastauftritt zu sehen. Nur Eddi Arent wirkte hier teilweise etwas albern und überdreht.
(eigene Kritik)

Eine geschickte Stoffwahl: der Film betritt gegenüber den früheren Streifen neue Wege abseits von Grusel- und Horrorelementen. Statt dessen führt er den Zuschauer ins ruchlose Nachtleben und kombiniert Motive psychopathologischer menschlicher Abgründe geschickt mit dem unterschwelligem Nervenkitzel eines (1963/64 höchst aktuellen) clever getimten Überfalls auf einen Postzug. Schön, Joachim Fuchsberger und Karin Dor nach drei Jahren wieder als gemeinsames Starduo in einem Wallace zu sehen. Auch die übrige Besetzung ist gut gewählt. Richard Häussler verbindet seine Rücksichtslosigkeit als erpresserischer Joe Legge mit furchteinflößender Behutsamkeit. Walter Rilla zeichnet den nervlich überspannten, von schlechtem Gewissen getriebenen fürsorglichen Onkel. Hans Clarin überzeugt als vorlauter Kleingangster. "Sir John" Siegfried Schürenberg erhält hier eine Fülle von Möglichkeiten sich prachtvoller zu entfalten denn je. Die Darstellung von Eddi Arent ist zweischneidig: als italienischer Kellner hat er exzellente Momente; in den Szenen mit seiner Puppe hätte die Regie ihn jedoch bremsen müssen. Harald Reinl bringt hier seine Spezialität, die Handlung mit schönen Landschaftskulissen malerisch zu unterstreichen erneut zu voller Blüte. Spannende Krimiunterhaltung mit einer Vielzahl ironisch-parodistischer Seitenhiebe und einem dezenten Schuss Erotik.
(Christoph Nestel)

Mit der Riege der "üblichen Verdächtigen" der Edgar Wallace-Reihe konnte Regisseur Harald Reinl auch diese Adaption drehen - wieder einmal mit seiner Ehefrau Karin Dor. Das Ergebnis ist ein solider Krimi mit betont dramaturgisch-überspitzten Höhepunkten. Kein Wunder übrigens, dass diese Geschichte um eine Posträuberbande kurz nach dem großen Postzugraub von 1963 in Angriff genommen wurde: Produzent Wendlandt wollte die Aktualität für sich arbeiten lassen.
(Unbekannt)


Nicht schlecht, aber leider nur ein schwaches Drehbuch, die Rollen wurden schlecht herausgearbeitet und die mangelhafte Regiearbeit von F.J.Gotlieb machen dieses Werk zu einem weniger überzeugenden Film der Reihe.
Die Qualitäten der Schauspieler (E.F.Fürbringer, Eddi Arent, Werner Peters, Klaus Kinski) wurden hier nur unzureichend genutzt.
Ein Sternchen für Harald Leipnitz, der in diesem Film sein Wallace-Debüt gibt.
(eigene Kritik)

Der Film plätschert weitgehend spannungs- und einfallsarm ohne dramaturgische Höhepunkte vor sich hin. Die Handlung ist überladen mit albernem Klamauk (Westlake rechnet seinem Koffer dessen Gefängnisstrafe vor) und dümmlichen Effekten (die "Gruft" und die "Todesfallen") und kommt trotz guter Ansätze nicht recht in Fahrt. Hätte man es doch nur bei einem Safe belassen. Das Betonmonstrum mit blinkenden Lampen und Geräuschkulisse macht keinen Sinn, außer dass es dem Zuschauer bald gehörig auf die Nerven fällt. Nach zwei sehr guten Arbeiten fällt Gottliebs Inszenierung hier recht uninspiriert und nachlässig aus; hätte man ihm keine Drehbuchmitarbeit zugestanden, wäre es möglicherweise nicht so schlimm gekommen. Harald Leipnitz, Werner Peters, insbesondere aber Ilse Steppat, Ernst Fritz Fürbringer und Rudolf Forster geben ihr Bestes, hätten aber viel mehr zu leisten vermocht, müssten sie nicht permanent gegen das Buch anspielen. Eddi Arent übertreibt diesmal hemmungslos und wirkt daher mehr störend denn als Bereicherung für den Film. Eine sträfliche und kaum nachvollziehbare Merkwürdigkeit: Klaus Kinski stumm spielen und nur alle halbe Stunde kurz durchs Bild huschen zu lassen. Wurde ihm etwa im "Zinker" ernsthafte Gelegenheit gegeben, mit einer stummen Rolle eine faszinierende Charakterstudie zu gestalten, hat man sein Talent hier schlichtweg vergeudet. Auch für die Figur des Sir John bleibt kaum Raum zu sinnvoller Entfaltung. Siegfried Schürenberg spielt auch mit sichtlicher Ungeduld; nie war er so böse wie hier und man hat bisweilen den Eindruck, es wäre nicht Spiel sondern Unzufriedenheit mit seiner Rolle. Großzügigere Außenaufnahmen an englischen Originalschauplätzen als gewohnt und einige parodistische Einfälle bereiten zwar Vergnügen, vermögen den unbefriedigenden Gesamteindruck aber nicht wettzumachen. Die aufregendste und effektvollste Szene des ganzen Films, nämlich den Tod von Connor (Respekt vor der Leistung des damals 64 Jahre alten Fürbringer) in den Mühlsteinen hatte man bereits für die Kinoauswertung gekürzt und aus allen sich im Umlauf befindlichen Fernseh- und Videofassungen nunmehr ganz herausgeschnitten. Fazit: trotz einiger markanter Darstellerleistungen eines der Schlußlichter unter den Schwarzweiß-Wallaces; hätte man doch Franz Josef Gottlieb diesmal ganz außen vor und den seit den dreißiger Jahren versierten Spielleiter Robert A. Stemmle auf den Regiestuhl gelassen!
(Christoph Nestel)

Zweifelsohne stereotyp inszeniert, aber auch von der Vorlage nicht sonderlich aufregend ist diese Edgar Wallace-Verfilmung. Vielleicht liegt der fehlende Witz des Filmes aber auch darin begründet, daß die erfahrensten Akteure der Wallace-Reihe diesmal "schwänzten".
(Unbekannt)

Einer der schwächsten s/w-Wallace-Filme, 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Franz Josef Gottlieb inszenierte hier einen der schlechtesten Wallace-Krimis in Schwarzweiß. Eddi Arent übertreibt, Klaus Kinski und Siegfried Schürenberg huschen lediglich kurz durchs Bild. Sicher: Harald Leipnitz, Werner Peters und Rudolf Forster geben ihr bestes - aber die Handlung weist leider keine dramaturgischen Höhepunkte auf. Dass das Kaufvideo das falsche Seitenformat enthält, der Farbvorspann nur in s/w wiedergegeben wird und zudem die beste Szene des Films herausgekürzt ist, spricht ebenfalls eher gegen den Erwerb dieses Produkts.


Die wohl, nicht unbedingt zu recht, bekannteste Wallace-Verfilmung.
Die Schauspieler sind zweifelsohne brillant ausgewählt und der Einsatz eines Inspektoren-Trios (Lowitz, Fuchsberger, Drache)war ein interessanter Kunstgriff.
Leider obligt die Aufklärung des Falles hauptsächlich den Herren Lowitz und Drache. Fuchsberger wirkt wärend des ganzen Filmes desorientiert (Schade). Auch weist das Drehbuch dramaturgische Patzer auf und gedreht wurde nicht sehr temporeich.
Von Alfred Vohrer hätte man mehr erwarten können.
(eigene Kritik)

Dieser Film ist DER Wallace-Film, der am meisten überschätzt wird. Wahrscheinlich wirken die aufwendigen Werbestrategien des Constantin-Filmverleihs bis heute. Der Film ist mit Joachim Fuchsberger, Heinz Drache und Siegfried Lowitz in den Hauptrollen ohne Zweifel großartig besetzt. Aber machen nicht alle (einschließlich der Nebendarsteller) den Eindruck als spielten sie nur mit halber Kraft? Größter Makel: Inspektor Higgins trägt nicht im geringsten zur Aufklärung des Falls bei, da er meist mit seiner Verlobten, dem nachsynchronisierten Modell Sophie Hardy, beschäftigt ist. Der Fall klärt sich durch die wenig spektakulären Morde an der Bande um Reddingwood von selbst. Das Mädchenheim macht dramaturgisch keinen Sinn und stilistisch nichts her. Alfred Vohrer inszenierte sichtbar sparsam. Die einkopierten Szene aus vorherigen Rialto-Filmen bestätigen den Gesamteindruck, man habe es hier eher mit einem Fernsehspiel zu tun. Fazit: Schwächster Schwarzweiß-Wallace von Alfred Vohrer.
(Jan-Eric Loebe)

Schwaden von Kunstnebel, die theatralische Musik von Peter Thomas, Eddi Arent in einer Klamaukrolle - Markenzeichen der Edgar Wallace-Verfilmungen der 60er Jahre, meist unter der Regie von Alfred Vohrer. "Der Hexer" gehört aufgrund seiner populären Vorlage zu den bekanntesten Filmen der Reihe und sorgte mit dafür, daß Fuchsberger und Drache noch zahllose weitere Rollen in Wallace-Filmen erhalten sollten.
(Unbekannt)

Die Qualitäten der Produktion liegen zuerst und vor allem in der formalen Gestaltung. Vohrer arrangierte zwischen nebligen Straßenzügen und feuchten Katakomben ein Szenario für stimmungsvolle Schwarzweiß-Atmosphäre, die Kameramann Karl Löb in schicker Cinemascope-Optik einfing. Herbert Reinecker hatte die Story um den Strang des Mädchenhandels erweitert und diesen mit einem Mini-U-Boot als Gimmick attraktiv aufgewertet. Ansonsten sorgte er dafür, dass so ziemlich jeder im Geschehens mindestens einmal unter dringendstem Tatverdacht steht oder in horrende Lebensgefahr gerät. Es ist ständig was los und es sieht immer noch ziemlich gut aus. Edgar Wallace fesselt vielleicht nicht mehr, aber nach wie vor ist er sehr unterhaltsam.
(Uwe Mies)

Der Hexer, der insgesamt 17. Film der Reihe, zählt zu Recht zu den besten Filmen der Reihe überhaupt. Es sind nicht nur die immer wieder überraschenden Wendungen, die ihn so interessant machen, es ist vor allem seine Atmosphäre. Selten hat London in einem Film bedrohlicher gewirkt. Dies ist umso erstaunlicher, als der Film in Berlin gedreht wurde (alle Szenen, die klar erkennbar in London spielen, sind Überbleibsel älterer Filme, die ganz einfach in diesen Film hineingeschnitten worden waren!). Somit verwundert es nicht, dass Der Hexer zu den erfolgreichsten Werken der Serie gehört.
(Christian Lukas)


Eine farblose deutsch-englische Coproduktion.
Lahmes Tempo, fade Story und fehlende Wallace "Oldstars" machen den Film nicht sonderlich spannend. Der Film dümpelt von einem, nichtvorhandenen Höhepunkt zum Anderen.
Einzig positiv zu erwähnen ist die Musik von Peter Thomas und die Bilder von Orginal-Schauplätzen.
Aus der Romanvorlage wäre mehr herauszuholen gewesen
Fazit: Kein Wallace im klassischen Stil.
(eigene Kritik)

Der Film verläuft weitgehend unspektakulär; größter Pluspunkt sind die Aufnahmen an britischen Originalschauplätzen. Schöne Außenaufnahmen helfen aber nur bedingt über die Runden, wenn die Story zu dünn ausfällt. Die alles erspähenden Teleobjektive und Mikrophone sind zu überzogen und märchenhaft, als dass sich damit dramaturgisch viel anfangen ließe. Es fehlt spürbar an handlungstreibenden Einfällen und Tempo. Die Besetzung besitzt im Vergleich gegenüber anderen Filmen zu wenig Attraktivität und Kreativität; auch die Regie bleibt farblos. Einziger Aktivposten ist Albert Lieven als souveräner Nobelgangster Trayne. Man hätte bei Co-Produktionen sicherstellen müssen, daß Buch und Regie in Händen liegen, die mit Stil- und Gestaltungserfordernissen der Wallace-Serie vertraut sind. Am meisten bleibt die Filmmusik von Peter Thomas in Erinnerung. Ein hübscher Nostalgiefilm; den letztlich aber Welten von einem echten Wallace-Film trennen.
(Christoph Nestel)

Im Unterschied zu vielen anderen Edgar Wallace-Filmen, geht es hier nicht so sehr um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um seine Entstehung. Gedreht wurde "Das Verrätertor" teils in Deutschland, teils in England, mit "gemischten" Schauspielern und in zwei Sprachen. Man hatte mit Eddi Arent und Klaus Kinski allerdings die Trümpfe, die dem Film ein unverwechselbares "Wallace-Flair" geben, eindeutig in deutscher Hand. Die Handlung ist sicherlich nicht unbedingt eine der spannendsten.
(Unbekannt)


Besser als "Der Hexer"
Vohrer inszinierte spannender und temporeicher, nach einem schlüssigen Buch von Reinecker, als im ersten Hexer-Film. Die Darsteller spielen wieder zusehens mit Begeisterung und auch die Rolle des Sir John (Siegfried Schürenberg) wurde hier weiter ausgebaut.
Der Schluß blieb, wie im ersten Teil, offen, da man sich die Option auf einen 3. Hexer- Film offen halten wollte. Daraus wurde leider nichts.
Wieder ein sehenswerter Film nach der schlappen Vorstellung des Vorgängers.
(eigene Kritik)

Einer der seltenen Fälle in denen ein Sequel besser geriet als der erste Teil. Diesmal schrieb Herbert Reinecker eine Krimi-Story mit viel Spannung, Ironie und Tempo; von Regie und Starbesetzung mit sichtlicher Spielfreude umgesetzt. Heinz Drache und Barbara Rütting beweisen sich nach dem "Zinker" ein weiteres Mal als attraktives Starduo. Brigitte Horney meistert ihre Situation angespannter Verängstigung mit der Haltung vollendeter Noblesse. René Deltgen und Eddi Arent bilden ein pfiffiges Team. Ausgezeichnet Heinz Spitzner und Siegfried Schürenberg, deren Parts gegenüber früheren Filmen dankenswerter Weise sichtlich erweitert wurden. Ein beeindruckendes inszenatorisches Kabinettstückchen die Szenen mit Teddy Naumann und dem Tiger. Ein weiterer Leckerbissen ist die Begegnung von Siegfried Schürenberg und Hubert von Meyerinck. Es irritiert zwar, dass der Haupttäter nicht in die Story integriert wurde und am Schluss quasi der Ordnung halber nur eben kurz ins Bild gehalten wird, insgesamt tut dieses Versäumnis dem gewitzten und erfrischend originellen Film aber weiter keinen Abbruch. Dafür gibt es am Ende ja auch noch eine hübsche Doppelpointe.
(Christoph Nestel)

"Der Hexer" war 1964 der wohl erfolgreichste Film der deutschen Edgar Wallace-Reihe. Das "Sequel" folgte nur ein Jahr später. Diesmal musste Krimi-Spezialist Herbert Reinecker aber schon einiges aus der Vorlage `rausquetschen und so wirkt "Neues vom Hexer" auch teilweise deutscher, (TV)-krimi-ähnlicher, ohne die gesamte Wallace-Spannung aufzubauen. Ein unschlagbares Plus ist allerdings Klaus Kinski in der Rolle des undurchsichtigen Butlers Edwards.
(Unbekannt)

Trotz dieser Negativkritik zählt der Film heute zu den bekanntesten Werken der deutschen Edgar-Wallace-Verfilmungen. Zu verdanken ist dies wahrscheinlich der Tatsache, dass er zu den meistgezeigten Werken der Serie überhaupt gehört. Übrigens lag den Produzenten des Studios Rialto zu Drehbeginn bereits ein Buch mit dem Titel Der Hexer III vor. Verfilmt wurde dieses jedoch nie.
(Christian Lukas)


Von Vielen als der beste Film der s/w Ära bezeichnet, ist dieser Film auf jeden Fall ein Glanzpunkt der Serie.
Reinl schaffte es wieder ein schaurig-schönes Gruselszenario zu erschaffen. Leider war es seine letzte Arbeit für einen Wallace und auch Karin Door gab Ihre Abschiedsvorstellung.
Harald Leipnitz stellt zum ersten mal sein Können als Inspektor unter Beweis. Die wohl beste Filmmusik von Peter Thomas unterstützt perfekt die unheimlichen Auftritte des Mönches. Mal schnell mal langsam des immer wiederkehrenden Themas untermalen die unterschiedlichen Filmsequenzen.
Manko: Die Szene in der Kurt Pieritz (Monsieur d'Arol) den Mönch stellt und getötet wird wurde herausgeschnitten.
(eigene Kritik)

Vor der romantischen Kulisse von Schloss Hastenbeck und mit außergewöhnlich großzügigen Außenaufnahmen in London perfektionierte Harald Reinl ein letztes Mal den ihm eigenen Stil mit atmosphärischen Schauplätzen zu fesseln. Schaurig-gruselig ausgeleuchtete Szenarien bei Nacht und Nebel kennzeichnen in diesem Film abermals die Kreativität, in der Reinls Meisterschaft besteht. Peter Thomas komponierte dazu einen seiner vielschichtigsten und einfallsreichsten Soundtracks, der mit den optischen Wirkungen korrespondiert. Der formale und filmische Reichtum des Krimis läßt über die Schwächen der Story hinwegsehen. Es dauert insgesamt zu lange, bis der Mönch das erste Mal in Erscheinung tritt, und die dramaturgische Verknüpfung von Mädchenhandel und Mönch ist wenig schlüssig. Die Besetzung läßt hingegen keine Wünsche offen. Harald Leipnitz gibt einen überzeugenden Einstand als Inspektor. Karin Dor zeigt sich abermals als interessante Frau voll Schönheit und Anmut. Siegfried Lowitz gibt mit souveräner Bosheit einen vortrefflichen Schurken; Dieter Eppler ist sein nicht minder gefährlicher Gegenspieler. Eddi Arent beweist hier in liebenswerter Melancholie abermals seine Fähigkeiten als Schauspieler der leisen Töne. Ganz köstlich, wie immer mit viel Gelegenheit zu prachtvollen Szenen, Siegfried Schürenberg als Sir John. Ein bestechender neuer Darsteller für die Reihe wurde in Rudolf Schündler gefunden. Er verkörpert in fahrig-zerstreutem Spiel einen Charakter mit der Entrücktheit wie aus einer anderen Welt. Hartmut Reck verkörpert unterschwellig-gärende Bedrohlichkeit. Schade, dass dies der letzte Wallace-Krimi blieb, den Harald Reinl inszenierte. Vielleicht wäre der Fortgang der Serie erfreulicher verlaufen, hätte sein Können weiterhin zur Verfügung gestanden.
(Christoph Nestel)

"Der unheimliche Mönch" gehört zu den Klassikern der legendären Edgar-Wallace-Reihe der Constantin. Wabernder Nebel, unheimliche Gestalten, niemandem kann man trauen. Die sechste (und letzte) Wallace-Regie-Arbeit von Reinl wurde auch kommerziell einer der größter Wallace-Erfolge wenngleich mit Joachim Fuchsberger, Heinz Drache und Klaus Kinski hier gleich einige der Protagonisten der Serie fehlten.
(Unbekannt)

Geniale Darsteller, bisweilen etwas bieder, 13. Februar 2002 Rezensentin/Rezensent: aus frankfurt am main Germany
Wieder mal ein Wallace, der ein bisschen bieder inszeniert wurde. Das mag wohl auch an Karin Dor liegen, die immer ein bisschen lahm spielt. Die anderen Darsteller, allen voran Harald Leipnitz und Siegfried Lowitz spielen jedoch genial. Zudem ist die s/w Fotographie hübsch gruselig und die Charaktere skuril. Es lohnt sich auf jedenfall sich diesen Krimi einmal anzusehen und sich selbst ein Urteil zu machen.

Der unheimliche Mönch ist ein absolutes Highlight der Reihe, vielleicht sogar DAS Highlight. Dem Produktionsstab um Harald Reinl ist ein wirklich raffiniertes Puzzlespiel gelungen. Auch die Schauspieler glänzen. Der Film läßt nichts zu wünschen übrig. Ein Schloß voll von verdächtigen und geheimnisvollen Gestalten - ein Erfolgsrezept. Der Film ist, grob gesagt, in zwei unterschiedliche Storys struckturiert, die am Ende zusammenlaufen bevor die Auflösung preisgegeben wird.
(edgarwallaceweb)


Das einzig Spektakuläre an diesem Film ist die Farbe. Erst wenn man sie herausdreht bekommt das Machwerk einen leichten Hauch eines Wallaces Films.
Viel mehr ist nicht zu sagen, das Niveau ist flach, die Musik nervig und die Darsteller unmotiviert. Der Film wurde im Eilverfahren aus dem Hut gezaubert und das sieht man ihm auch an.
Kein gelungenes Farbdebüt!
(eigene Kritik)

Ein schier unbrauchbares Drehbuch bar jeder Originalität und voll plattem Klamauk. Das mag daran liegen, dass das Buch zum vorgesehenen dritten "Hexer"-Film rasch und unter Zeitdruck auf den "Buckligen" umgeschrieben wurde. Stets herrscht der Eindruck, alles schon einmal gesehen zu haben, aber viel besser und überzeugender. Das Thema Mädchenhandel und Mädcheninternate war mit dem "Hexer" und dem "unheimlichen Mönch" bereits ausgiebig abgehandelt. Agnes Windeck und Albert Bessler ließ man schlicht noch einmal ihre Glanzrollen aus dem "Zinker" nachspielen. Hilde Sessak wiederholt ihren Part aus dem Hexer und beim "Mekka" denkt man nur wehmütig an das Niveau des "Gasthaus an der Themse" zurück. Eddi Arents Rolle ist von Anfang an völlig durchsichtig. Mehr als unbeholfen, ihn nun das dritte Mal in Folge (!) als Haupt- bzw. Mittäter zu präsentieren. Joachim Teege nervt mit kindischen Klamaukeinlagen. Richard Haller mit seinem künstlichen Buckel gibt dramaturgisch nichts her, schon die Eingangssequenz versandet in unfreiwilliger Komik. Das selbe gilt für die mittelalterliche Waschküche und erst recht für den seltsamen Flammenwerfer, der sich zudem sichtbar in der Glasplatte spiegelt, die man zum Schutz vor die Darsteller gehalten hat. Man sieht dem Film einfach bis ins Letzte an, daß er schnell, billig und ohne große Sorgfalt heruntergekurbelt wurde. Für das Farbdebut hätte man auch für attraktive Außenaufnahmen sorgen müssen; der Autounfall beispielsweise ist erbärmlich stümperhaft ausgeführt und auch London bekommt man kaum zu sehen. Der Streifen bleibt trotz Farbe blass: die läppische Handlung und die grell ausgeleuchtete Szenerie geben keine Gelegenheit für atmosphärische Stimmungen. Gezielte Farb- und Lichtdramaturgie war wohl nicht möglich, da man sich begnügte Standardlicht zu setzen, das schnelles und unkompliziertes Drehen aus allen Perspektiven ohne langwieriges Einleuchten der einzelnen Einstellungen erlaubt. Der Titelscore gelang ganz flott, sonst aber wirkt die "Ha-ho-ho-ho"-Musik von Peter Thomas oft gequält übertrieben und unterstreicht damit die übrigen Mängel des Films umso stärker. Alfred Vohrer enttäuscht auf ganzer Linie; aus dem Buch hätte man aber kaum Besseres machen können. Man glaubt kaum, dass Reinecker noch ein Jahr zuvor "Neues vom Hexer" geschrieben hat. Fazit: Eine tolle Besetzung steht hilflos herum und hat nichts zu tun
(Christoph Nestel)

Reichlich verworren wirkt die Story - ist sie auch. Eine gradlinige Handlung ist erst nach einer ganzen Weile des Films und viele Leichen später zu erkennen. Wenn sich auch das altbewährte Team um Regisseur Alfred Vohrer und Drehbuchautor Herbert Reinecker um die filmische Umsetzung dieser Edgar Wallace-Story kümmerten - ein Highlight der Serie wurde "Der Bucklige von Soho" beileibe nicht. Die Spannung weicht allzu oft einer nüchternen Routine. Immerhin kann "Der Bucklige von Soho" für sich in Anspruch nehmen, die erste Wallace-Verfilmung in Farbe gewesen zu sein...
(Unbekannt)

Fades Wallace-Farbdebut..., 28. August 2001 Rezensentin/Rezensent: webmaster@deutscher-tonfilm.de aus Berlin
Alfred Vohrer inszenierte hiermit seinen bis dahin schwächsten Wallace-Krimi. Das liegt sicher auch am konstruierten Drehbuch von Herbert Reinecker. Dieser hat die Story frei jeglicher Romanvorlage lieblos zusammengeschustert, so dass man letztendlich das Gefühl nicht los wird, man habe alles schon einmal - nur besser - gesehen. Die schlechte Qualität der Videokassette - inbesondere die mangelhafte Farbe - wäre auch noch zu bemängeln.

Sicherlich ist dieser erste Rialto- Wallace- Farbfilm nicht gerade einer der besten Alfred Vohrer Inszenierungen. Allerdings kommt trotz den teilweise langweiligen Schauplätzen und mehreren handwerklichen Patzern eine gewisse Spannung auf, der Weg zur Lösung des Falles hin ist mehr oder weniger abwechslungsreich. Ich bin der Meinung, das der Film immerhin inhaltlich besser ist, als er oft dargestellt wird.
(edgarwallaceweb)


Und schwach geht es weiter.
Wieder eine deutsch-englische Coproduktion ohne Produktivität. Die Kosten gingen nach oben und das Niveau nach unten.
Darstellerische Talente von Brigitte Horney, Steward Granger, Eddi Arent und Siegfried Schürenberg wurden nicht genutzt. Auch der beliebte englische Schauspieler Robert Morley ("Der Wachsblumenstrauß" "Die Morde des Herrn ABC") kam viel zu kurz.
Dem Film fehlt es an Spannungsmomenten, Tempo, und Kreativität. Er hat weder englischen Charme noch Wallace typische Momente.
Nettes Filmchen, mehr auch nicht.
(eigene Kritik)

Stellte bereits "Der Bucklige von Soho" einen deutlichen Bruch in der Wallace-Linie dar, setzt sich dies in diesem Film leider noch verstärkt fort. Die Handlung enthält einfach zuviel albernen Unfug wie z.B. der Transport von Clossen im Sarg, die Szene auf dem Friedhof, oder das lächerliche Gerät, mit dem der Tresor in minutenlangen Szenenfolgen aufgeschossen wird. Aus all dem läßt sich dramaturgisch kein Kapital schlagen; der Zuschauer wird auf zu viele Geduldsproben gestellt. Der englische Fernseh-Regisseur Cyril Frankel vermochte trotz guter und passender Besetzung nicht die Stilelemente des klassischen Rialto-Wallace zu wahren. Die immens teure Produktion wurde ihm letztlich anvertraut, weil andere Regisseure nicht zur Verfügung standen. Alfred Vohrer war von den britischen Coproduktionspartnern abgelehnt worden und der zunächst vorgesehene Alvin Rakoff erwies sich als exzentrisch und unumgänglich. Schließlich bemühte man sich um Don Sharp, der wohl in der Lage gewesen wäre, den Stoff ansprechend umzusetzen; bedauerlicherweise hatte er zu den Terminen bereits andere Verpflichtungen. Grell und plump; von der Tradition gepflegter britischer Kriminalfilme hat der Streifen nichts mitbekommen; von echtem englischen Humor ganz zu schweigen. Richtige Wallace-Atmosphäre will sich bei diesem Film einfach nicht einstellen. Die Chance ausgiebig an Originalschauplätzen drehen zu können, wurde insofern unbefriedigend genutzt als man auf London-Aufnahmen verzichtet hat. Mit dem hervorragenden Robert Morley stand ein Gaststar zur Verfügung, dessen Persönlichkeit ausgezeichnet dem klassischen Rialto-Stil entsprochen hätte; hier kann er wenig von seinem Können zeigen. James Culliford wirkt wie ein bemühter Ersatz für Klaus Kinski, der ursprünglich für den Film auch vorgesehen war. Mit der Figur des Sir John wissen Buch und Regie überhaupt nichts anzufangen; Siegfried Schürenberg kann sich keinen Moment entfalten. Stewart Granger, Brigitte Horney und Eddi Arent sind aufs beste bemüht, vermögen den wirren und spannungsarmen Film jedoch nicht zu retten.
(Christoph Nestel)

Eigentlich sollte "Das Geheimnis der weißen Nonne" vorwiegend mit deutschen Wallace -Darstellern wie Heinz Drache und Klaus Kinski besetzt werden, dann schmiss man jedoch die Planungen über Bord, holte sich die Briten als Co-Produzenten ins Boot und musste vorzugsweise auch mit englischsprachigen Schauspielern drehen (Kuriose Situation: Die Rolle des Yard-Chefs "Sir John" wird in der deutschen Version von Siegfried Schürrenberg in der englischen von James Robertson-Justice gespielt. Mit einem für damalige Verhältnsise immensen Budget von 4 Millionen Mark wurde er dann auch einer der teuersten Filme der Edgar Wallace-Reihe - leider aber keinesfalls einer der besseren.
(Unbekannt)

Toller Wallace-Film!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Dieser Wallace-Krimi ist ein Genuss, vor allem Peter Thomas' Musik, die früher auf LP, heute auf CD erhältlich ist. Hervorragend auch: Brigitte Horney. Während der Dreharbeiten zu NEUES VOM HEXER soll sie mal gesagt haben, sie wolle mal eine richtig böse Rolle spielen. Hier hatte sie die Gelegenheit dazu!


Nach zwei verhauenen Machwerken wieder ein Film im klassischen Edgar Wallace Ambiente. Spitzenschauspieler, Grusel vom Feinsten, tolle Umsetzung eines gelungenen Drehbuchs, gut gewählte Drehorte und geniale Musik von Martin Böttcher.
Der Film hat alles was ein Wallace-Fanherz erfreut.
(eigene Kritik)

Erfreulicherweise hat man sich nach den ersten beiden Fehlgriffen in Farbe nochmals auf den klassischen Wallace-Stil der früheren Jahre besonnen. Der Film beweist, dass bereits die bloße Inspiration durch eine Originalvorlage eine wesentliche Qualitätssteigerung zu bringen vermochte und der echte Wallace- Touch bei sorgfältigem Vorgehen auch in Farbe gewahrt werden konnte. Das Drehbuch hat viele neue, gute Einfälle und mit der "blauen Hand" wurde noch einmal ein wirklich unheimlicher, faszinierender Mörder kreiert. Die Szenen, in denen etwa Dave über das neblige Moor gejagt wird, wie die blaue Hand am sturmumtosten Fenster die Gardine aufschlitzt oder der Mord auf der Orgelbank stehen dem Charme der besten Schwarzweiß-Wallaces in nichts nach. Eine gute Idee Klaus Kinski endlich in einer ganz großen Hauptrolle herauszustellen und dann gleich in einer Doppelrolle! Kinski enttäuscht auch keineswegs, allerdings hätten sich die Möglichkeiten der Doppelrolle dramaturgisch noch weitaus besser nutzen und im Buch sorgfältiger durchgestalten lassen. Die übrige Besetzung ist ebenfalls wieder erstklassig: Harald Leipnitz, Carl Lange, Albert Bessler und Ilse Steppat sind hervorragend. Der jugendliche Thomas Danneberg begeistert durch sensibles, einfühlsames Spiel. Siegfried Schürenberg als Sir John darf sein volles Können ausspielen. Einziger Minuspunkt ist das Ausscheiden von Eddi Arent. Über manchen Mangel an Logik sieht man gerne hinweg. Das Finale wirkt jedoch zu hastig und es ist ungeschickt, dass es zu keiner direkten Auseinandersetzung zwischen den beiden Brüdern im Dialog kommt. Das Beschränken auf eine wenig überzeugende Montage von Richard und Dave l ediglich in einer kurzen Einstellung irritiert und bleibt letztlich unverständlich. Im wesentlichen spielt sich alles auf Schloß Gentry und im Irrenhaus ab, ein paar zusätzliche Schauplätze hätten den Film aufgewertet. Man wollte jedoch ausschließlich in Berlin drehen. Die Eingangssequenz wirkt vergleichsweise unspektakulär und man rätselt im Nachhinein, warum man dafür nicht den Mord im Gärtnerhaus gewählt hat, der sich zwingend angeboten hätte. Dennoch folgt man die meiste Zeit gebannt und bestens unterhalten dem schaurig-komischen Geschehen, ohne dass Wünsche offen bleiben. Hier kommt die Farbe einem Wallace-Film zum ersten Mal wirklich zu Gute, weil die Kamera von Ernst W. Kalinke und Regisseur Vohrer mit den Farben zu spielen verstehen und dadurch ganz neue, bislang nicht gekannte Stimmungen einzufangen vermögen. Weiteres Lob verdient die tolle Musik von Martin Böttcher. Der beste Farb-Wallace!
(Christoph Nestel)

Echter Wallace-Klassiker, 11. Dezember 2001 Rezensentin/Rezensent: aus deutschland
Endlich, nach fast 3 Jahren gelang es Alfred Vohrer, wieder einen richtig schönen Wallace-Schocker auf die Leinwand zu zaubern. Allein schon die Besetzung ist ein Kabinettstück. Kinski in einer Doppelrolle, Harald Leipnitz als Inspektor, Carl Lange als verrückter Arzt... Auch die Regie ist rundum gelungen, da man auf Nervensägen wie Eddi Arent oder Chris Howland verzichtet. In jeder Hinsicht sein Geld bzw seine 5 Sterne Wert.

Kinski in einer Doppelrolle, 16. März 2001 Rezensentin/Rezensent: aus Frankfurt, Deutschland
Einer der Edgar Wallace-Filme, in denen Klaus Kinski nicht nur mal schnell über den Bildschirm huscht. Hier ist er Hauptdarsteller und spielt eine Doppelrolle - und wie! Abgesehen von Kinski wohl einer der spannendsten (?!?) Edgar Wallace-Filme.

Mit "Die blaue Hand" hat Horst Wendlandt den wohl besten Edgar- Wallace- Farbfilm produziert. Die Schauspieler geben ein gutes Bild ab, Klaus Kinski meistert eine Doppelrolle. Die verschiedenen Szenen wurden mit merklichem Aufwand abgedreht, was man bei späteren Wallace- Verfilmungen vermisst. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen- der Film lässt keine erwähnenswerte Wünsche offen.
(edgarwallaceweb)


Und gleich noch ein Spitzenfilm der Extraklasse!
Das Remake des Films "Der Unheimliche Mönch" bewegt sich im Hochgeschwindigkeitstempo vorwerts und läßt keine Langeweile aufkommen. Der Film bietet, wie sein Vorgänger, schaurig-schöne Nebel-Nächte.
Auch sieht man nach langer Zeit mal wieder Joachim (Higgins) Fuchsberger in einem Wallace.
Fazit: "Wieder ein echter Edgar Wallace"
Nerv: Das ständige Kaugummikauen von Fuchsberger.
(eigene Kritik)

Sieht man einmal davon ab, dass das Thema Mädchenpensionate bereits ziemlich abgegriffen war und man den Stoff bereits zwei Jahre vorher schon verfilmt hatte, ist dieser Film doch neben der "blauen Hand" der einzige Farbfilm im klassischen Stil und der letzte der Serie mit dem vollen Wallace-Touch. Joachim Fuchsberger und Siegfried Schürenberg bilden ein unschlagbares Team. Alfred Vohrer hat so temporeich inszeniert, dass die Ungereimtheiten im Buch nicht zum Tragen kommen. Lediglich das unbeholfene und unmotivierte Einkopieren der Szenen mit den Schlangen aus "Die blaue Hand" und die lachhafte Rettung von Ann aus dem Käfig hätte man tunlichst vermeiden sollen. Mit Günter Meisner wurde ein neuer Darsteller gefunden, der das Bizarre einer Wallace-Figur mit ungewöhnlichem Charisma wiederzugeben verstand. Er zeigt mit sparsamstem Einsatz schauspielerischer Mittel eine vollendet abgrundtiefe Bösartigkeit die man selten gekannt hat. Schade, dass es seine einzige Wallace-Rolle blieb. Noch zu nennen: Claus Holm, Rudolf Schündler, Kurt Waitzmann und Tilo von Berlepsch. Ein ganz großes Extralob verdient die Titelgestaltung. Mit der giftgrünen Schrift auf der roten Kutte, den verhaltenen Nebelschwaden und der eiskalt-bösartigen Musik von Martin Böttcher gelang eine der brilliantesten Titelsequenzen der ganzen Serie. Böttchers bester Wallace-Score!
(Christoph Nestel)

Genau wie der 65er Film "Der unheimliche Mönch" beruhte auch "Der Mönch mit der Peitsche" auf dem Edgar Wallace-Roman "The Terror". Diesmal schrieb Krimi-Autor Herbert Reinecker, der später "Derrick" erfinden solle, das Drehbuch unter dem Pseudonym Axel Berg. Das Ergebnis steht dem "Original" kaum nach - abgesehen von der Tatsache, dass dieselbe Story beim zweiten Mal natürlich nur noch halb so originell ist...
(Unbekannt)

ein typischer Wallace, 23. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: nreuterf56 aus Oldenburg/Holstein Deutschland
Der Mönch mit der Peitsche zählt zu einem meiner Lieblingsfilme von Edgar Wallace. Obwohl die Handlung von den Drehbuchautoren frei nach Edgar Wallace erfunden wurde, erfüllt dieser Film die Erwartungen, die man an einen Wallace-Streifen stellt. Er ist gruselig und unheimlich spannend und wer der Haupttäter ist, ist natürlich wieder verblüffend. Fazit: absolut empfehlenswert!

Bester Film der Edgar Wallace - Reihe!, 13. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
DER MÖNCH MIT DER PEITSCHE ist für mich der beste Edgar Wallace - Krimi. Die Musik von Martin Böttcher ist auf CD erhältlich und sollte in keinem CD-Regal fehlen. Uschi Glas ist hier in ihrem zweiten Wallace-Film zu sehen - und man freut sich schon aufs nächste Mal. Auch Grit Böttcher spielt sehr gut; schade dass sie hier schon früh stirbt. Der Film ist sehr spannend. Hört man das Knallen der Peitsche bekommt man das bekannte Magengefühl. Bleibt zu erwähnen, dass die Person, die eigentlich den Mönch doubeln sollte, aufgrund ihrer Alkoholsucht vom Produktionsleiter Herbert Kerz ersetzt wurde.

Nach dem Erfolg des Filmes "Der unheimliche Mönch" schickte Rialto den Mönch mit der Peitsche erneut auf die Leinwand. Der Film übernimmt die Spannung und das Ratespiel um die Morde des Vorgängers, kommt aber insgesamt nicht an die Klasse von "Der unheimliche Mönch" heran. Ich frage mich warum der Film immer und überall als Remake des 1965 veröffentlichten Mönch-Streifens bekanntgegeben wird. Außer das wie beim Vorgänger ein Mönch und ein Mädchenpensionat vorhanden ist, weicht die Story komplett von der des ersten Filmes ab. Es ist also meiner Meinung nach eher eine Fortsetzung als ein Remake. Aber dann hätte man ja auch bei einem der Filme nicht sagen können, das er auf dem Edgar Wallace Buch "The Terror" basiert?!?
(unbekannt)


Hier wurde bei Connan Doyle geklaut.
Ein bisschen platt und holperig umgesetzt. Wer aber auf Athmosphäre und schöne Kameraaufnahmen steht, kommt hier ganz auf seine Kosten.
Sir John (Siegfried Schürenberg) mit seiner Sekreterin (Ilse Page) diesmal im Alleingang auf Verbrecherjagd zeigt sein gesamtes Können. Agnes Windeck und Thilo von Berlepsch zeigen sich in Bestform.
Debütauftritt von Horst (Derrick) Tappert.
Bei der Beurteilung des Filmes scheiden sich die Geister. Vom Fernsehen hochgelobt, trifft er bei Wallace-Fans auf Kritische Meinungem.
(eigene Kritik)

Nachdem die eigenen Einfälle offenbar für einen stilechten Wallace-Reißer nicht ausreichend waren und man sich schon beim letzten Film damit hatte behelfen müssen, von einem bereits zwei Jahre zuvor selbst verfilmtem Stoff ein Remake zu drehen, hätte man spätestens jetzt die Einsicht haben müssen, zur Überarbeitung von Originalvorlagen zurückzukehren. Conan Doyles "Hund von Baskerville" auf Edgar Wallace umzuschustern konnte insgesamt nicht überzeugen. Zu gesucht und gequält sind die Handlungsmuster: der Hund, der betäubte Kapitän in einem Sarg, der sich durch ein kilometerweit entferntes Schachspiel öffnen und schließen lässt, ein Skelett aus dem Biologiesaal und ähnlicher Unfug entstammen den Gefilden der Klamotte. Herbert Reinecker verkaufte gute Ideen zu jener Zeit scheinbar lieber ans ZDF. Wer im Fernsehen einen Dreiteiler von so hohem Niveau wie "Der Tod läuft hinterher" bietet, darf dem Publikum im Kino auch unter Pseudonym nicht mit solchen Kinkerlitzchen daherkommen. Kamera und Regie gelingt es hier nicht mehr in dem Maße überzeugende Farbeeffekte zu kreieren und die richtige Atmosphäre zu zaubern, wie noch in "Die blaue Hand" und "Der Mönch mit der Peitsche". Weder gruselig, noch besonders spannend. Schade, daß man die Chance zu einem echten, unheimlichen Moor-Wallace so vertan hat; das wäre in der Tat etwas Neues gewesen und hätte der Serie neue Impulse gegeben. Sehenswert bleiben daher in erster Linie die Besetzung und die schönen Herbststimmungen auf der Berliner Pfaueninsel. Beeindruckend das Spiel von Tilo von Berlepsch, der den echten Wallace-Touch brilliant wiedergibt. Umso bedauerlicher, dass dieser exzellente Schauspieler eine große Rolle und die Gelegenheit, sein ganzes Können zu zeigen, erst so spät in einem schwachen Film erhielt. Zweiter Aktivposten neben ihm bleibt Siegfried Schürenberg als Sir John. Sein Charisma und sein nuancenreiches Spiel lassen den dünnblütigen Plot stellenweise vergessen. Gut auch Karin Baal und Agnes Windeck; Heinz Drache wirkt leider steifer als in früheren Filmen. Nervig Artur Binder und Uta Levka; der sympathische Hans Söhnker ist leider eine krasse Fehlbesetzung und wirkt deplaziert. Unverständlich, wie man nach "Der Mönch mit der Peitsche" auf eine so schlampige, ausdruckslose Titelsequenz verfallen konnte. Die versponnene Musik von Peter Thomas gibt ihr den Rest und wirkt auch im übrigen Film zu lärmend und aufdringlich. "Was Vohrer hier auf die Leinwand brachte, geriet ihm fast zur Satire auf das Genre". Dieser Satz aus "Variety" fasst den Film treffend zusammen wie kein anderer.
(Christoph Nestel)

Da werden Erinnerungen an Sherlock Holmes "Hund von Baskerville" wach - aber diesmal handelt es sich um einen Edgar Wallace Krimi, den Regisseur Alfred Vohrer und Drehbuchautor Herbert Reinecker (, der sich hier unter dem Pseudonym "Alex Berg" versteckt) auf routinierte Art und Weise umsetzten. Es war der 25. Streifen dieser Filmreihe, der zwar nichts neues bot, allerdings wieder einmal 90 Minuten lang spannende Unterhaltung.
(Unbekannt)

Der Hund von Blackwood Castle gehört zu den weniger bekannten Filmen der Edgar- Wallace- Reihe, wenngleich er einige wirklich schöne Momente aufweisen kann. Die Moor-Szenen verursachen noch heute einen wohligen Schauer auf der Haut, die verzwickte Geschichte gehört außerdem zu den etwas anspruchsvolleren der Serie. Ein bisschen erinnert der Film in seiner Visualität und Atmosphäre an die englischen Horrorfilme der Hammer-Studios, die 1967, dem Jahre der Entstehung dieses Filmes, ihren Höhepunkt jedoch bereits überschritten hatten. Auch an den Wallace-Verfilmungen hat zu diesem Zeitpunkt bereits der Zahn der Zeit genagt. Obwohl die Geschichte zu den anspruchsvolleren gehört, kennt man doch ihre Funktions-Mechanismen. Die Spannung wird nach vorgegebenen Schemata aufgebaut, die etwa alle zehn Minuten nach einem kleinen Höhepunkt verlangen. Dieses Schema nimmt dem Film leider recht viel von seiner durchaus vorhandenen Spannung.
(Christian Lukas)


Es sollte eigendlich ein Grusel-Krimi werden, eher überladen, kitschig und klamaukhaft. Allerdings sind die Kameraeinstellungen sehr gut gelungen, so daß doch ein wenig Grusel- Flair verbreitet wird. Hubert von Meyerick als neuer Scotland Yard Chef (Sir Artur), macht seine Sache nicht schlecht, aber das Ausscheiden von Siegfried Schürenberg reißt doch eine große Lücke. Nach dem Ausscheiden von Eddi Arent ist es überhaubt sehr mager an Klassischen Wallace Stars geworden, die man auch in diesem Film schmerzlich vermißt.
Im Großen und Ganzen ist es aber dennoch ein "nettes Filmchen".
(eigene Kritik)

Hier setzt sich leider die Linie des "Hund von Blackwood Castle" fort. Ungeeignete, störende Handlungselemente (v.a. der giftgrüne "Zombie"), die lächerliche, wenig gruselige Maskerade des "Unheimlichen" mit einer auch heute noch gern gekauften Faschingsmaske und ähnlicher Klamauk lassen keine echte Wallace-Stimmung aufkommen. Schade, denn Karl Löbs Kamera hat hier noch einmal einige atemberaubende Bildkompositionen in kühlen Blau- und Rottönen eingefangen. Zum zweiten stört die ausdruckslose Besetzung. Größter Fehler sicherlich, daß man Siegfried Schürenberg in Pension geschickt hat. Hubert von Meyerincks Leistung ist zwar ganz ausgezeichnet und gehört sogar zum Besten, was der Film zu bieten hat, man hat sich aber keinen Gefallen getan, ihn in einer Rolle zu präsentieren, in der das Publikum Schürenberg sehen wollte; es hätte genug passende andere Aufgaben für Meyerinck in der Serie gegeben. Nach Eddi Arent hatte man den Zuschauer auch noch um den heißgeliebten Sir John gebracht, wie sollte das alles langfristig gutgehen? Andererseits ist man froh, daß Schürenberg die Mitwirkung in einem Machwerk wie "Der Gorilla von Soho" erspart geblieben ist. An Joachim Fuchsberger stört die nachlässige Garderobe. Statt einer Schauspielerin engagierte man für die weibliche Hauptrolle das schwedische Modell Siw Mattson, die bis dahin nur in Softsexfilmchen aufgetreten war und mit ihrer Rolle sichtlich überfordert ist. Sie wirkt oft aufdringlich und manchmal peinlich ordinär, die kreischende Synchronstimme paßt allerdings bestens zu ihrem Typ. Auch die übrigen Darsteller sind dem Staraufgebot früherer Filme weit unterlegen. Bereits die mühsam nach James-Bond schielende überzogene und unpassende Titelmusik von Peter Thomas und der einfallslose Vorspann machen jede Chance zu echter Wallace-Stimmung zunichte. Mit besserer Besetzung und einem ernsthafteren Drehbuch hätte sich aus dem Stoff einiges machen lassen.
(Christoph Nestel)

Wieder wabert der Nebel und sorgt für die richtige Stimmung für einen neuen Edgar Wallace-Krimi. Die Rialto Film vertraute die Regie einmal mehr Alfred Vohrer an und engagierte auch als Hauptdarsteller wieder einmal Joachim Fuchsberger. Und das Konzept funktioniert ein weiteres Mal: Herrlich überspitzt wird man dann doch gefangengenommen von dem vorausberechneten Soft-Grusel, der den Zuschauer in den "Bann des Unheimlichen" zieht.
(Unbekannt)

Bester Edgar Wallace-Film - und auch noch ungekürzt!!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Hier lesen Sie die Rezension zu dem meiner Meinung nach besten Wallace-Krimi, der hier auch noch in der ungeschnittenen Fassung erhältlich ist. Siv Mattson, die für mich neben Karin Dor und Karin Baal, sowie Uschi Glas zu den besten und schönsten weiblichen Darstellerinnen der Serie gehört, ist ein Genuss. Hubert von Meyerink sorgt für die witzigen Momente, wobei man wirklich überlegen muss, ob dies nicht doch der "Zombie" (grünes Gesicht!) tut. Ansonsten komponierte Peter Thomas die tolle Musik zu dem Film; und Lil Lindfors singt "Space of today". Die komplette Fassung dieses Liedes ist bis heute nur auf diesem Video zu hören!

Im Banne des Unheimlichen kann man als mittelklassigen Wallace- Film bezeichnen. An den Schauspielern ist nichts zu bemängeln, auch die Neulinge Siv Mattson und Hubert von Meyerink, der den Nachfolger des "pensionierten" Sir John spielt, geben ein gutes Bild ab. Die Story an sich wäre bestimmt noch um einiges spannender geworden, hätte man nicht noch nachträglich viele (zum Teil wichtige) Szenen aus dem Drehbuch gestrichen. Die mordende "Lachende Leiche" hätte man lieber in ein etwas dezenteres Outfit gesteckt, da das Kostüm so übertrieben ist, das es in manchen Szenen schon lächerlich aussieht. Auch die Mordwaffe macht mehr einen witzigen als einen bedrohenden Ausdruck: Ein Ring aus dem eine Nadel springt, mit dem das Opfer in den Hals gestochen wird.
(edgarwallaceweb)


Mit diesem Film wird der Untergang der Edgar Wallace-Serie besiegelt.
Nicht nur daß hier der Klassiker "Die toten Augen von London" in den Schmutz gezogen wird, sondern das Remake wurde stümperhaft verarbeitet und lächerlich in Szene gesetzt.
Die Schauspieler sind einmalig schlecht besetzt, besonder Tappert als Inspektor wirkt hier völlig deplaziert.
"...für diesen Streifen gibt es keine Entschuldigung". (Christoph Nestel)
(eigene Kritik)

Man rätselt voller Abscheu, welcher Teufel Horst Wendlandt und Alfred Vohrer hier geritten haben mag. Ein rundum idiotisches, infantiles Machwerk, das vor keiner Verächtlichmachung und Erniedrigung des Publikums halt macht. Im Prinzip markiert der Film die endgültige Todesstunde der Edgar-Wallace-Serie. Mit diesem widerwärtigen Schundprodukt haben Constantin, Rialto und Regisseur Vohrer ihrem Publikum höhnisch ins Gesicht gespuckt. Alles einschließlich der martialischen Musik wirkt jämmerlich. Das Schlimmste aber bleibt nicht die gedankliche und filmische Minderwertigkeit des Streifens, sondern der Umstand, dass der Meisterkrimi "Die toten Augen von London" hier Szene für Szene in den Dreck gezogen wird. Deshalb ließ sich der Film auch nicht als schlichtweg schlecht ignorieren, sondern musste zum irreparablen Vertrauensbruch der Filmbesucher gegenüber der Wallace-Serie führen. Ein plumper, dummer Film in Pappmachékulissen, den man am liebsten totschweigen möchte, weil man sich als Fan der Serie für die Macher schämt. Damit genug der Worte, denn für diesen Streifen gibt es keine Entschuldigung.
(Christoph Nestel)

Wieder übernahm Alfred Vohrer die Regie bei einer Edgar Wallace-Verfilmung - diesmal schrieb er zusammen mit Produzent Horst Wendlandt unter dem gemeinsamen Pseudonym "Freddy Gregor" auch gleich das Drehbuch.Pate stand dabei die Wallace-Geschichte "The Dark Eyes Of London", die 1961 schon einmal unter dem Titel "Die toten Augen von London" zu sehen war - damals origineller und authentischer, heute morderner...
(Unbekannt)

einfallsloser Schluß, 21. Dezember 2000 Rezensentin/Rezensent: (nreuterf56@aol.com) aus Oldenburg
Dieser Krimi aus der Edgar Wallacereihe ist von der Handlung gar nicht so schlecht, aber die Auflösung ist zu einfach und einfallslos. Man hätte daraus mehr machen können! Ansonsten habe ich an diesem Film nichts auszusetzen.


Drogen, Mädchenhandel, Prostitution, alles schon 1000 mal gesehen und besser.
Farbloser Film im Stil des "Gorillas". Ödes Drehbuch, lahme Umsetzung, unspektakulär und langweilig. Steffan Behrens kaspert und albert sich durch den Film, NERV!
(eigene Kritik)

Das ausgelutschte Thema Mädchenhandel und Prostitution hätte man dem Publikum wahrlich nicht schon wieder in einem Wallace-Krimi zumuten dürfen. Das Drehbuch ist reichlich mager. An der Besetzung erfreuen vor allem die Chargen: Rudolf Schündler, Harry Wüstenhagen, Tilo von Berlepsch und Heinz Spitzner. Horst Tappert reicht keinen Moment an frühere Wallace-Inspektoren heran, macht seine Sache aber ordentlich. Gut Karin Hübner und Hubert von Meyerinck. Stefan Behrens tanzt auf den Nerven der Zuschauer. Unspektakulärer Unterhaltungsfilm ohne nennenswerte Einfälle oder besondere Eleganz. Nach dem vorangegangenen Film hätte man sich nun wirklich am Riemen reißen und erhebliche Mühe geben müssen. Der Streifen blieb zu langweilig und zu belanglos, als dass er dem Publikum hätte Veranlassung geben können, Verleih, Produktion und Regisseur das nach mutwilliger Verspottung zu Recht endgültig entzogene Vertrauen zurückzugewähren. (Vgl. "Der Gorilla von Soho")
(Christoph Nestel)

Irgendetwas stört hier - ist es nur die Farbe, die plötzlich in die Edgar Wallace-Krimis gekommen ist? Nein, es ist auch das Ambiente. Ein Wallace-esker Inspektor ermittelt nun `mal nicht im Drogenmilieu, sondern allenfalls in dunklen Hinterzimmern verrufener Hafenkneipen, wo es um illegales Glücksspiel geht. Und wo den Edgar Wallace-Filmen die Glaubwürdigkeit fehlt, ist nicht mehrviel zu retten.
(unbekannt)

Ungeschnittene Fassung!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Der Film DER MANN MIT DEM GLASAUGE wurde hier in ungekürzter Fassung auf Video veröffentlicht. Eine Anschaffung dieses Videos lohnt sich auf jeden Fall! Allein schon der Vorspann ist eine Attraktion; ansonsten sieht man hier die junge Iris Berben in einem ihrer ersten Filme.



Wer geglaubt hatte, daß das Niveau nach dem "Gorilla von Soho" nicht mehr zu unterbieten ist, wird mit diesem Machwerk eines Besseren belehrt.
Rialto hatte sich entschlossen eine D/IT Coproduktion zu starten, ein Fehler wie sich herausstellte.
Solange man auch sucht, man findet nichts Unterhaltsames an dem Film. Schlechte Handlung, lächerliche Efekte und miese Schauspieler (hauptsächlich Italiener). Kinski und Stoll kommen überhaupt nicht zur Geltung, was aber eher am miserablen Film liegt und weniger am schauspielerischen Talent.
Hippis und Porno, mit Edgar Wallace hat das Ganze nichts mehr zu tun.
Fazit: Dieser Film hätte besser nicht gedreht werden sollen
(eigene Kritik)

Der Film hat keinerlei echte Edgar-Wallace-Atmosphäre mehr. Das liegt an Drehbuch, Besetzung und vor allem der Coproduktion mit italienischen Partnern. Nach Handlungselementen (Lesben und Pornofilme), Machart (dilletantische Tricks, schlampige Rückprojektionen und wacklige Kameraführung, unpassende Musik) und Besetzung (nichtssagende, drittklassige italienische Darsteller) bestenfalls lachhaft, sich auf Edgar Wallace berufen zu wollen. Die deutsche Verleihfassung wurde gegenüber dem italienischen Original um 9 Minuten gekürzt, was nicht unbedingt dazu beigetragen haben mag, den Film inhaltlich logischer oder verständlicher zu machen. Auch Klaus Kinski kann nichts retten, da man ihm als Hauptdarsteller ausgerechnet die Synchronstimme von Gerd Martienzen (unschlagbarer Sprecher für Louis de Funès) verpasste. Kinski kann nur mit seiner eigenen Stimme wirken; in einer mehrsprachigen Produktion hätte man immer sicherstellen müssen, dass er sich selbst synchronisiert; alles andere ist vergeudetes Talent. Nachdem das Publikum zuletzt in "Die blaue Hand" Kinskis Sprech- und Schauspielkunst in einer Doppelrolle in Reinkultur erleben durfte musste es in diesem Streifen um so unangenehmer auffallen. Die Wallace-Fans ließen sich von Constantin und Rialto ohnehin nicht mehr für dumm verkaufen und ignorierten den belanglosen Film von vorn herein.
(Christoph Nestel)


Bravo, man hatte es nach langer Zeit mal wieder geschafft einen Film auf die Leinwand zu bringen, der im Ansatz den Hauch des Wallace-Charmes enthält.
Es gibt ein Wiedersehen mit Siegfried Schürenberg und Werner Peters, die den Film merklich aufwerten. Auch der Dreh ist gelungener und durchdachter als bei den Vorgängern. Einzig und allein ist der Handlungsbogen zu schwach und das Tempo läßt zu wünschen übrig. Unspektakulär und fast vergessen jedoch für die 70er ein erträglicher Film.
(eigene Kritik)

Erstaunlich, dass man hier nach dreijähriger Pause und aller zwischenzeitlich beschrittenen Irrwege einen Film zustande gebracht hat, der noch einmal annähernd so etwas wie Edgar-Wallace-Atmosphäre wiederzugeben vermochte. Der Film wurde sichtbar mit gewissen Aufwand (Außenaufnahmen) und erkennbar größerer Sorgfalt (Kameraarbeit und Synchronisation) produziert, als andere Filme jener Jahre; das kommt ihm spürbar zu Gute. Die Wallace-Qualitäten der frühen Sechziger erreicht er freilich in keinem Punkt. Größter Aktivposten ist das Wiedersehen mit Siegfried Schürenberg als Sir John, der trotz manch fadenscheiniger Situationen und Dialoge durch seine Persönlichkeit dem Film ein gutes Stück Niveau verleiht. Auch Hansjörg Felmy und Werner Peters sind angenehme Darsteller; Uschi Glas wirkt zumindest erträglicher als sonst. Ansonsten ist das Drehbuch zu unspektakulär und tempolos; die Handlung plätschert ohne Höhepunkte zu sehr vor sich hin, als dass der Film nachhaltig beeindrucken könnte. Die Musik von Peter Thomas dagegen beweist noch einmal sein volles Format. Handwerklich achtbar als eine der letzten Ausnahmen in einer Zeit, in der der deutsche Film fast tot am Boden lag; heute aber einzig wegen Siegfried Schürenberg als Sir John von Interesse.
(Christoph Nestel)

Die Tote aus der Themse gehört zu den Spätwerken der Edgar Wallace-Reihe und hier hat man bei der Besetzung leider völlig daneben gegriffen. Hansjörg Felmy mag einen prima Tatort-Kommissar abgegeben haben, zum britischen Inspector taugte er nicht. Und auch Uschi Glas wählte man wohl vorwiegend deshalb, weil sie gerade bei der Jugend angesagt war - und junge Zuschauer brauchte man dringend, waren doch die letzten Wallace-Filme nicht so gut gelaufen, was zu einer Produktionspause vor der "Toten aus der Themse" geführt hatte. So kann leider auch dieser Streifen nicht überzeugen - kommerziell war er jedoch eine Erfolg und ebnete den Weg für weitere Wallace-Verfilmungen in den nächsten beiden Jahren.
(Unbekannt)

Ungeschnittene Fassung!!!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Der Film ist hier ungeschnitten veröffentlicht worden, was bei Wallace-Filmen doch Grund genug ist, sie sich auf Video zuzulegen! Ansonsten zählt der Film für mich zu den spannendsten Wallace-Filmen überhaupt. Uschi Glas sieht man hier gern; sie ist im Verhältnis zu anderen Wallace-Darstellerinnen, ja noch relativ unverbraucht. DIE TOTE AUS DER THEMSE ist Werner Peters' letzter Wallace-Film; er starb während der Premiere.

Harald Phillip hat mit "Die Tote aus der Themse" einen der besseren Edgar- Wallace- Farbfilme inszeniert. Auch die Wallace Typischen Klischees (Themse, Nebel, ...) werden erfüllt. Siegfried Schürenberg hat an Witzigkeit verloren und man vermisst merklich eine humorvolle Eddi- Arent- Figur. Die Story wirkt insbesondere zum Ende hin ein wenig fade, einen spannerenden Höhepunkt hätte man erwarten können.
(edgarwallaceweb)


Wieder eine D/IT Coproduktion die tatsächlich einige Spannungsmomente enthält.
Betrachtet man den Film als seperaten Krimi kann er durchaus als ordentlich angesehen werden. Allerdings dient Edgar Wallace nur noch als Aushängeschild. Den Wallace-Opener hätte man sich getrost sparen können. Das Spiel von Fuchsberger, Baal und Stoll wirkt altersschwach auch die Londonaufnahmen können kein britisches Flair verbreiten.
(eigene Kritik)

Edgar Wallace wird hier als Aushängeschild für spekulative Handlungselemente im Splatter- und Schulmädchenstil missbraucht. Zumindest aber handwerklich ist der Film im Vergleich zum "Gesicht im Dunkeln" und "Der Teufel kam aus Akasawa" ordentlich gemacht; in Einzelszenen kann man ihm die Spannung nicht absprechen. Dennoch bleibt die Story vom Uterusschlitzer der Gesinnung nach kaum mehr als geschmackloser Vorwand für Brutalszenen (die in der deutschen Verleihfassung deutlich entschärft wurden) gepaart mit lüster-biederem Jungmädchensex. Ein Regisseur wie Harald Reinl hätte so etwas als Wallace-Krimi niemals inszeniert. Unfreiwillige Komik kommt dagegen auf, wenn der unheimlich-bestialische Mörder mit der Stimme von Gert Martienzen à la Louis de Funés durchs Telefon droht. Den Wallace-Veteranen Joachim Fuchsberger und Karin Baal hätte man das lieber erspart. Fabio Testi als schmieriger Lehrer, der sich mit seinen Schülerinnen im Bett herumdrückt, ist alles andere als ein Sympathieträger. Trotz Außenaufnahmen in London verbreitet der Streifen nicht eine Sekunde lang britische Atmosphäre. Man hätte gut daran getan, Joachim Fuchsberger vor Beginn der Dreharbeiten erst einmal zum Friseur zu schicken. Alles in allem ein belangloser Krimi mit kurzlebigem Inhalt; nur für Fans einschlägiger Genrefilme sehenswert. Der Wallace-Fan kann sich getrost darüber ausschweigen.
(Jan Eric Loebe)

In Farbe kommt diese deutsch-italienische Co-Produktion daher, die sich auch ansonsten dem Filmstil der frühen 70er Jahre angepasst hat. Da sind schon einmal ein paar nackte Mädchen beim Duschen zu sehen und die Darstellerinnen dürfen insgesamt nicht mit Reizen geizen. Das nimmt leider dem ganzen nahezu alles vom typischen Star einstiger Edgar Wallace-Filme - daran ändert auch nichts, dass man die Rolle des Kommissars routiniert mit "Blacky" Fuchsberger besetzte.
(Unbekannt)

Ungeschnittene Fassung!!!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Die Anschaffung dieses Videos lohnt sich! Die italienische Originalversion ist zwar länger, aber wird in Deutschland wahrscheinlich nie rausgebracht werden!!! Ansonsten ist dieser Film hier ungeschnitten veröffentlicht worden! Auf eine DVD-Veröffentlichung zu warten ist respektabel, aber wenn weiterhin "nur" ca. 3 Wallace- Filme im Jahr auf DVD veröffentlicht werden, lässt dieser wohl noch lange auf sich warten. Er zählt ja bekanntlich nicht zu den beliebtesten. Mir persönlich gefällt er jedoch besser, als viele s/w-Vorgänger. Man hätte diesen Film nach "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" herausbringen und ein letztes Mal die größten Wallace- Stars wie Uschi Glas, Karin Dor, Heinz Drache, Siegfried Schürenberg usw. (und nicht nur Karin Baal und Joachim Fuchsberger) auftreten lassen sollen!


Hier finden wir das gleiche Prinzip wie im "Geheimnis der grünen Stecknadel", nur langweiliger einfallsloser und völlig ohne bekannte Stars.
Fazit: Abschalten
Positiv: Es war der letzte Film aus dem Hause Rialto
(eigene Kritik)

Ein italienischer Splatterfilm im selben Muster wie "Das Geheimnis der grünen Stecknadel", der mit (hierzulande kräftig entschärfter) Brutalität und den üblichen Sexzutaten unterhalten will. Dieser Streifen enthält nunmehr weder inhaltlich noch formal auch nur Relikte, die einen Anspruch auf Klassifizierung als Edgar-Wallace-Verfilmung rechtfertigen könnten. Faktisch ein rein italienischer Film, der mit Wallace nur noch die aufgesetzten Titel-Schüsse gemeinsam hat. Der Versuch darin eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Wallace-Stils anpreisen zu wollen war in immenser Weise unredlich und sachlich falsch. Das kann bei objektiver Betrachtung nur "Die Tote aus der Themse" für sich geltend machen, wobei man hier von Weiterentwicklung kaum sprechen kann. Es wäre von Produktion und Verleih fairer gegenüber dem Publikum gewesen, derartige Filme ohne den erkennbar an den Haaren herbeigezogenen Etikettenschwindel ins Kino zu bringen. Heute wäre uns das notwendige Übel erspart, diese Produktionen bei der Zählung der Wallace-Filme gezwungenermaßen mit aufführen zu müssen. Offenbar hatten sie den schielenden Blick auf einen renommierten literarischen Namensgeber nötig. Der Film erschöpft sich in kurzlebigen modischen Klischees; die Besetzung ist ohne Interesse. "Wer den Zeitgeist heiratet, steht bald als Witwer da." (August Everding). Kein Wunder, dass es endlich der letzte Streifen dieser Machart sein sollte. Nur für eingefleischte Genre-Fans, fürs heutige Publikum und Wallace-Freunde nichtssagend.
(Christoph Nestel)

Die Edgar Wallace-Reihe war nicht nur seit Jahren farbig - sie hatte auch inzwischen Italien erreicht, was sich nicht nur in zahlreichen italienischen Darstellern sondern inzwischen auch in den Drehorten niederschlug. "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" mag zwar ein durchaus unterhaltsamer Krimi sein - mit den frühen Wallace-Verfilmungen hat er außer der federführenden "Rialto Film" nicht mehr viel gemeinsam. Mit Uschi Glas und Petra Schürmann warf man auch zwei in Deutschland zu der Zeit gerade beliebte (Jung-)Darsteller ins Rennen. "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" sollte dann auch der 32. und letzte Film der Edgar Wallace-"Reihe" der "Rialto Film" werden, da sich die Serie aufgrund des geänderten Zeitgeschmacks offensichtlich selbst überlebt hatte.
(Jan Eric Loebe)


Der einzige Wallace aus dem Hause Kurt Ulrich Film.
Er wirkt etwas altbacken, da ihm das nötige Tempo fehlt und einige Szenen in die Länge gezogen werden. Durch die gute Inszenierung können jedoch einige Patzer des Drehbuchs abgeschwächt werden.
Auch muß man das Spitzenklasse Schauspielerteam lobend erwähnen. Drache, Kinski, Schürenberg, van Bergen, Ina Duscha und Schönfelder spielen Ihre Parts beispielhaft. Die ersteren Drei sollten später (mit Recht) zu Wallace-Stammbesetzung bei Rialto avancieren.
(eigene Kritik)

Das handlungsarme, unbeholfene Drehbuch verhindert weitgehend jedes Tempo und drückt die Spannung der Story, obwohl die Grundidee idealer Stoff für einen zugkräftigen Reißer hätte sein können. Größter Schnitzer ist die Figur des Bhag. Sie mag so der Romanvorlage entsprechen, hätte aber für die Verfilmung unbedingt modernisiert werden müssen (vielleicht in einen bedrohlichen indischen Diener o.ä.). Inszenatorisch besitzt der Film hingegen hohe Qualität. Karl Anton war als Regisseur engagiert; er konnte nicht während des Drehs und unter Zeitdruck ein schwaches Buch in ein gutes verwandeln. Anton gelingt es die unfreiwillige Komik in der Story so gering wie möglich zu halten, gänzlich verhindern kann er sie nicht. Besseres hätte man aus dem Buch kaum herausholen können. Die Nachtaufnahmen sind atmosphärisch; mit viel Gespür für die Gesetze von Licht und Schatten und mit Nerv für Dramatik gestaltet. Die Fotographie von Willi Sohm erzielt Tiefenwirkung. Auch die Schauspielerführung steht auf hohem Niveau. Heinz Drache war selten so gut wie hier; er beweist insbesondere sein Können als wandlungsfähiger und nuancenreicher Sprecher. Ina Duscha ist ein liebes Mädel. Siegfried Schürenberg glänzt mit nobler Distinguiertheit als ausdrucksstarker Charakterdarsteller. Treffend auch Benno Sterzenbach, Ingrid van Bergen und Friedrich Schoenfelder in ihren Parts. Der Clou des Films aber ist Klaus Kinski. Sobald er auf der Leinwand erscheint, verblasst alles um ihn. Sein nervös-überheblicher Schwächling Lorenz Voss bohrt sich ins Hirn und läßt nicht wieder los. Schade, daß seine Rolle insgesamt nicht größer ausfällt. Die Musik von Peter Sandloff fällt für einen Kriminalfilm zu temperamentlos aus. So überzeugt der Film wegen ungenutzter Möglichkeiten heute weniger als Krimi, denn als gutgespieltes Dialogstück; die Besetzung reißt's raus.
(Christoph Nestel)

1959 startete die "Rialto Film" die heute legendäre Edgar Wallace-Reihe und hatte mit den ersten beiden Sreifen Riesenerfolge. Allerdings hatte eine andere Produktionsgesellschaft bereits zuvor die Rechte an Wallace Roman "Der Rächer" gekauft und nahm dieses Projekt nun selbst in Angriff. Das Ergebnis kann zwar in keinem Punkt mit den "Klassikern" mithalten - allerdings war es ausgerechnet "Der Rächer", in dem Heinz Drache und Klaus Kinski (in der Rolle des "Lorenz Voss") ihren ersten Wallace-Auftritt hatten. Zwei Darsteller, die aus den späteren Filmen der Reihe nicht mehr wegzudenken sind.
(Unbekannt)

Ein wahrer Horrorfilm!, 13. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
Der erste Edgar Wallace - Film der 60'er Jahre, der nicht aus dem Hause Rialto stammt. Hier ist er nach meinem Wissen in der ungeschnittenen Fassung zu erstehen, was für Filme der Reihe zu der Zeit sehr selten ist. Viele sind der Meinung, dass der Regisseur, der bisher nur Komödien gemacht hatte, hier gänzlich versagt hat. Aber ich muss sagen, nach der Eröffnungssequenz, in der ein abgetrennter Kopf in einem Paket gefunden wird, kann man nicht abschalten. Ingrid van Bergen in ihrem ersten Wallace spielt sehr gut; kurios ist der Kammerdiener Bhag (Al Hoosmann). Die Musik zum Film ist auch hier erhältlich (Kriminalfilmmusik Nr. 4). Sie wird auch von vielen mies gemacht, aber gerade die Schlussmusik hört man sich immer wieder gerne an - auch wenn sie vielleicht nicht mit den späteren Kompositionen von Martin Böttcher oder Peter Thomas mithalten kann.


Ein spannender Krimi der in Deutschland als rein englischer Film in die Kinos kam. Proudweeks Film Ltd., London angagierten Drache, Kinski und Arent und bekamen neben hervoragenden, englischen Kollegen wie Christopher Lee, Leo Genn, Anthony Newlands Margaret Lee auch deutsche Wallace "Altstars" in den Film. Nur leider kommen Arent und Kinski etwas zu kurz. Auch das Lee fast nur mit Maske zu sehen ist, war kein glücklicher Einfall.
Neu ist auch, die Handlung im Circusmileu spielen zu lassen, gute Idee.
Leider wurde der Film in Deutschlan in s/w gezeigt obwohl er in Farbe gedreht wurde. Und auch die Synchronisation ist etwas unglücklich.
(eigene Kritik)

Der Film besitzt eine flotte Grundstory und besticht durch seine schönen Außenaufnahmen an Originalschauplätzen in England. Etwas bemüht ist das Finale, in dem der Haupttäter nicht einfach verhaftet wird, sondern etwas fadenscheinig nochmals die Gelegenheit erhält, alle zu bedrohen, um dann umständlich zu Tode zu kommen. Hier hätte sich eine überzeugendere Lösung gefunden. Auch die Dramaturgie, Christopher Lee zwei Drittel des Films unter einer Maske zu verbergen, ist reichlich ungeschickt. Sehr bedauerlich, daß man nicht Siegfried Schürenberg als Sir John besetzt hat. Eddi Arent und Klaus Kinski hätte man häufiger und, vor allem Kinski, effektvoller einsetzen müssen. Zudem bleibt trotz wenig Text die Schwäche, dass man ihm in der deutschen Fassung eine fremde Synchronstimme verpasste. Der besondere Reiz des Films bleibt ohnehin der Originalfassung vorbehalten: Heinz Drache und Eddi Arent sprechen ihre Parts souverän und überzeugend auf Englisch. Auch sonst fällt die deutsche Synchronisation gegenüber dem Original ab. Die englischen Dialoge besitzen weitaus mehr Schärfe und Witz als die oftmals launige deutsche Übersetzung. Viele Szenen, die ursprünglich ganz ohne Dialog auskommen (z.B. die Ermordung des Beamten mittels Gasbombe im Polizeiauto) hat man im Deutschen mit willkürlichen und überflüssigen Kommentaren verwässert. Andere Sequenzen (Verfolgungsjagd der Geldräuber durch die Polizei) wurden in der deutschen Fassung auf Kosten von Rhythmus und Tempo unvorteilhaft geschnitten. Sowohl Titelthema wie auch die meiste Illustrationsmusik sind in beiden Versionen verschieden. Ein spannender, handwerklich solide gemachter Krimi, der durch spektakuläre Action und reizvolle Schauplätze bestens unterhält. In der deutschen Schwarzweiß-Kinofassung verliert der Film leider den Reiz der Landschaftsaufnahmen und Dekors. Völlig unverständlich, daß man die Chance, mit diesem Film einen optimalen Einstieg in Farbe zu beginnen, so billig vertan hat. Eine der unprofessionellen Entscheidungen, die man beim Constantin-Verleih getroffen hat.
(Christoph Nestel)

Das Rätsel des silbernen Dreiecks war - wie einige Filme der Edgar Wallace-Reihe - eine deutsch-britische Co-Produktion und wurde daher gleichzeitig in drei verschiedenen Versionen gedreht: Einer deutschsprachigen, einer englischen (daher auch zwei Regisseure im Einsatz) und einer englischen Version in Farbe. Neben Heinz Drache - diesmal einmal nicht als Inspektor - wirkten auch die alten Weggefährten Klaus Kinski und Eddi Arent in kleineren Rollen mit. Das Ergebnis ist eine solide Wallace-Verfilmung - aber leider auch nicht mehr.
(Unbekannt)

Wallace-Krimi in ungeschnittener Fassung!, 12. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: Daniel Teuteberg aus Göttingen, Niedersachsen Deutschland
DAS RÄTSEL DES SILBERNEN DREIECK entstand in Farbe, wurde aber so nur dem britischen Publikum gezeigt. Die Firma Rialto wollte einen eigenen Wallace als ersten Farbfilm verkaufen. Auf dem Inlay ist zu lesen, dass der Film hier in Farbe sei. Aber Vorsicht! Wenn man das Video reinschiebt, ist der Film wie gehabt in s/w. Dies tut der Freude darüber, dass er nicht verstümmelt wurde, aber keinen Abbruch!


Nach dem Erfolg der ersten Rialto-Wallace Filme wollte Arthur Brauner auch ein Stück vom Erfolgskuchen. Er verhandelte mit dem Sohn von Edgar Wallace und produzierte, die heute als Bryan Edgar Wallace Filme bekannten Streifen.
Wallender Nebel, ein mit Messern umsich werfender Mörder, ein cleverer Inspektor (Peter Carsten), eine schöne Frau (Santa Berger) und eine Prise Humor, lassen den Film neben den Rialto "echten Wallace" gar nicht schlecht aussehen.
Der Humor wird hier von dem (oft zu unrecht) kritisierten Chris Howland verkörpert.
Fazit: Eine gelungene Epigone im Wallace-Stil.
(eigene Kritik)


Ebenfals eine spannend erzählte Story, im unheimlichen und gruseligem Ambiente. Auch Darsteller, die schon aus den Rialto-Filmen bekannt sind (Karin Dor, Rarry Riebauer, Rudolf Fernau, Dieter Eppler, Hans Nielsen, Richard Häussler), machen den Film attraktiv. Kleine Patzer in der Durchführung und die etwas science-fictionartig anmutende Musik von Oskar Sala sind zu verschmerzen, da der Film insgesammt Sehvergnügen garantiert.
(eigene Kritik)


Ein rundum gelungenes Werk und ein "echter Wallace" noch dazu.
Bekannte Stars wie: Fuchsberger, Grothum, Peters, Braun und Ahrent zeigen ihr gesammtes Können. Das gelungene Drehbch wird von F.J.Gottlieb perfekt umgesetzt.
Die Musik von Sala ist wie beim "Würger" eher etwas störend.
"...ein einwandfreier Kriminalfilm mit allem, was man bei Edgar Wallace erwarten kann".(Jan-Eric Loebe)
(eigene Kritik)

Artur Brauners erster echter Wallace-Film fügt sich in jeder Hinsicht in die Gesamtserie ein. Regisseur Gottlieb inszenierte unterhaltsam und abwechslungsreich. Ein eingespieltes Ensemble an Darstellern überzeugt. Besonders Pinkas Braun, Werner Peters und - zum ersten Mal bei Wallace - Charles Regnier bieten hervorragende Leistungen. Joachim Fuchsberger und Brigitte Grothum spielen nun zum dritten Mal ein überzeugendes Wallace-Paar. Eddi Arents Rolle fügt sich glaubwürdig in die spannende Handlung ein und sorgt an den passenden Stellen für gelungene Komik. Die Musik von Oskar Sala entspricht den schaurigen Schauplätzen und der eher außergewöhnlichen Handlung. So ist "Der Fluch der gelben Schlange" ein einwandfreier Kriminalfilm mit allem, was man bei Edgar Wallace erwarten kann.
(Jan-Eric Loebe)

Arthur Brauners CCC Filmkunst GmbH produzierte mit "Der Fluch der gelben Schlange" ihren einzigen Krimi nach Edgar Wallace, bevor CCC Film einige Jahre später die Bryan E. Wallace Romane verfilmte. Handwerklich begeistert der Film durch teilweise sehr gute Kameraführung und entäuscht durch ein oder zwei miserabele Fehler. Für die Musik hätte man statt Oskar Sala mal lieber Peter Thomas oder Martin Böttcher verpflichtet. Inhaltlich kann der Film mit den Rialto Filmen passabel konkurrieren. Lediglich zu Eddi Arent ist zu sagen, das er seine Humor-Rolle in diesem Film zu sehr überreizt und damit an Charme verliert. Noch ein paar Sätze zu dem erschienenen Video von Toppic/ Polyband: Leider ist das Material auf den VHS Bändern teilweise grottenschlecht. Die Anfangs- und Endsequenz des Films wurde von Toppic/ Polyband herzlos zerstückelt.
(edgarwallaceweb)


Ein schaurig-schöner Film aus der Bryan Edgar Wallace Reihe.
Die unheimliche Düsternis wird bereits in der ersten Einstellung wunderbar in Szene gesetzt (ein geheimes Gericht richtet in Mönchskutten über einen Verbrecher).
Auch die Besetzung ist wieder hervoragend gewählt. Hans Jörg Felmy als verbitterter Inspekter, Harry Riebauer als verständnisvoller Freund und Polizeiarzt, Fernau und Forster als Lord und Diener, Maria Perschy und Dieter Borsche.
Chris Howland mimt zum zweiten mal den Blödelbarden und darf sogar ein Lied zum Besten geben.
Ein rundum gelungener Film.
(eigene Kritik)

Obwohl "Der Henker von London" sich nahtlos in die Filme der Edgar Wallace-Reihe der 60er einreihen würde (auch hier fungiert Artur Brauner) als Produzent, handelt es sich nur um einen "halben" Wallace: Die Romanvorlage "White Carpet" stammt von Bryan Edgar Wallace, dem Sohn des berühmteren Krimi-Autors. Dennoch ist es einer der besseren Filme der Nebenlinie und steht den "Originalen" in puncto Atmosphäre und Machart in nichts nach. Den Comedy-Part übernahm hier statt Eddi Arendt Chris Howland als Detektiv Cabby Pennypacker.
(unbekannt)

Klasse Wallace, kluger Gruselthriller, 14. Dezember 2001 Rezensentin/Rezensent: aus deutschland
Das ist doch mal was. Ein kluger und spannender Wallace mit Top-Besetzung und zahlreichen perfekt eingesetzten Anleihen bei den Hammer-Studio-Gothic-Horror- Streifen. Außerdem noch zu erwähnen: Die unvergessliche Maria Perschy in der Hauptrolle.


Wieder ein Film mit toller Starbesetzung (Borsche, Peters, Nielsen, Flickenschild, Rütting...)
Athmosphärisch dicht und spannend insziniert. Nur der Stammbösewicht Dieter Borsche, mutet in der Rolle des Inspektors etwas seltsam an.
Zusatz: Leider ist dieser Film immer noch nicht als Kaufvideo erschienen!
(eigene Kritik)


Wieder einmal mußte Jack the Ripper für einen Film Pate stehen. Dunkles Grauen, Finsternis und sehr viel Nebel sind die Zutaten des Films. Traurigerweise wurde der Sreifen extrem tempoarm und recht unspektakulär insziniert, so daß er eher wie ein Kammerspiel, als ein Thriller wirkt.
Leider wurde auch auf nennenswerte Wallace-Stars verzichtet und das Duo Chariklia Baxevanos-Peer Schmidt sind kein Ersatz für Arent oder Howland.
(eigene Kritik)

Mit viel Nebel und namhaften Darstellern wollte sich Wallace-Sohn Bryan Edgar Wallace als Buchautor hier an den erfolgreichen Krimi-Vorlagen seines Vaters anhängen. Dies gelingt allerdings nicht: Zu dick ist die Story aufgetragen, zu dünn sind die Spannungsmomente und auch das komische Element wirkt weit überdreht - kein Vergleich.
(Unbekannt)


Ein etwas altbackener, aber dennoch flüssig und spannend gedrehter Film.
Bekannte Darsteller wie Riebauer, Nielsen, Lukschy, Rilla und Felmy fügen sich gut ins Geschehen ein. Für die Komik im Film sind diesmal Trude Herr und Peter Vogel zuständig.
Ein Solider Krimi innerhalb der Bryan Edgar Wallace-Reihe.
(eigene Kritik)


Trotz vieler positiver Kritiken kann ich diesem Werk nicht viel positives abgewinnen. Ähnlich wie bei Rialto versuchte es Brauner Ende der 60er Anfang der 70er D/IT Coproduktionen. Mit zweifelhaften Erfolg.
Auch mit diesem Film wird ein Stück deutscher Krimigeschichte zu Grabe getragen.
(eigene Kritik)

Spannung pur!!!!!!!!!, 17. November 2001 Rezensentin/Rezensent: lars.maroscher@gmx.de aus Wildberg, Deutschland
Es handlet sich hierbei um das Debut des Kultregiesseuren Dario Argento, und was für ein Debut das ist. Atmosphäre, Spannung und kunstvolle Optik sind hier das Motto. Die Handlung ist, wie in allen Dario Argento Filmen, ziemlich einfach gestrickt, aber das war bei ihm nie das wichtigste. Das war wohl immer die stilvollsten Morde der Filmgeschichte zu kreieren und das ist ihm hier in jeder Hinsicht gelungen. Für Fans des Krimi-, des Thriller-, des Giallo- und des Horrorgenres gleichermaßen geeignet und ein Muss.

Geburtsstunde des Giallos, 20. März 2001 Rezensentin/Rezensent: Billy Bones Störtebecker
Dario Argentos Frühwerk sticht natürlich stark aus den deutschen Wallace Verfilmungen heraus. Trotzdem ist es wichtig anzumerken das die deutschen Wallace Verfilmungen der Wegbereiter für den italienischen Giallo waren. Genau wie die Winnetou Filme die auch schon den Italo Western prägten. Nun weit genug ausgeschweift, Argentos zweiter Film nach „Le quinque Giornate" (Die Halunken) ist ein Monument für den modernen Thriller. Ein Film der die Grundbestandteile späterer Klassiker wie „Profondo Rosso" Tenebrae" „Opera" und „Aura" lieferte. Filme die ihren festen Ehrenplatz in der Gallerie des Giallo Genres haben. Die Art des Handlings mit der Argento seinen Film präsentiert ist vor allem für die damalige Zeit beeindruckend. Man denke nur an eine der ersten Szenen, Mustante steht hinter der schalldichten Glasscheibe, beobachtet die Szenerie wie ein Mann eine Frau bedroht - hört nichts - kann nicht eingreifen. Der Grundbaustein für ein folgendes Mosaik in dem uns Mario Adorf und Reginald Nadler, der Hexenjäger aus den bekannten Früh-Deutsch-Gore-Werken, begegnen. Dieser Film ist für jeden Liebhaber guter Crimekost zu empfehlen, für Dario Argento Freaks ist er eh Pflicht und dürfte wie bei mir in mehreren Schnittversionen im Archiv stehen.

Raffinierter erster Giallo von Dario Argento, 30. Juli 2000 Rezensentin/Rezensent: (mrgjc007@aol.com) aus Deutschland
Der Film ist Krimikost vom Feinsten des europäischen Kinos und im Rahmen der Edgar Wallace Serie veröffentlicht worden. Die Darsteller sind gut gewählt und erfüllen Ihre Rollen mit Glaubhaftigkeit. Die Musik wurde von Ennio Morricone eingespielt und unterstützt die Handlung tatkräftig. Achtung: In einer Gastrolle zu sehen, Mario Adorf (sehr witzig) Fazit: Dieser Film macht Lust auf die anderen Filme des Inszenators Dario Argento, jedoch in deutscher gekürzter Fassung!

Gelungener Horrorkrimi, 25. April 2000 Rezensentin/Rezensent: aus Marburg, Deutschland
Argentos Film ist die Adaption eines Edgar-Wallace-Romans. "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" geht aber weit über etwa die deutschen Wallace-Verfilmungen hinaus und weist stattdessen schon stark auf Argentos spätere Krimi- und Horroschocker wie "Deep Red" oder "Suspiria" voraus. Wichtiger als die eigentliche Handlung (die den Zuschauer aber durchaus in ihren Bann zieht), ist bei Argento immer die technische Umsetzung, die bereits in diesem Film die spätere Virtuosität spüren läßt. Die Schocks sind zwar selten, aber dafür so gut vorbereitet, daß der Zuschauer tatsächlich erschüttert wird. Kameraarbeit, Bildkomposition und Musik tragen das übrige dazu bei, den Zuschauer zu faszinieren und zu verstören.


Schwer konnte ich mich von meiner Übelkeit, nach dem "Genuss" dieses Filmes erholen.
(eigene Kritik)

Ein rundum minderwertiger Billigfilm, inhaltlich stupid, handwerklich armselig und von tödlicher Langeweile. Dazwischen wird der Zuschauer mit hilflosen Strip- und Sexeinlagen malträtiert. Selbst renommierte Schauspieler wie Walter Rilla (der offensichtlich keine Lust hatte diesen Ramsch später selbst zu synchronisieren) und Siegfried Schürenberg können hier nichts mehr retten. Zudem ist der Film mit der Keule fast aller deutschen Filme aus den Siebzigern geschlagen: wacklige Kamera und hundsmiserabel hingepfuschte Synchronisation. Ein völlig belangloses Schundfilmchen, dessen Vorbilder bei Bahnhofskino und Schulmädchenreport zu suchen sind. Selbst die Kammfabrik würde bei diesem Schundmaterial dankend ablehnen. Der Film ist einmal kaum zu ertragen; ein zweites Mal wird ihn sich kein echter Wallace-Fan freiwillig antun.
(Christoph Nestel)


Zur "neunschwänzigen Katze" ist nur soviel zu sagen: Sieht man sich die Besetzungsliste und den Produktionsstab an, kann man sich denken was für ein Italo-Trash dieser Film enthält.
(eigene Kritik)


Billiges Remake des 1962 gedrehten Films "Das Geheimnis der schwarzen Koffer"
(eigene Kritik)


Trash statt Wallace
(eigene Kritik)

Italienischer Horrorthriller mit Wallace-Touch, 16. Juni 2001 Rezensentin/Rezensent: aus NRW
Dieser Film basiert zwar auf einer Vorlage von Bryan Edgar Wallace, dem Sohn des berühmten englischen Krimiautoren Edgar Wallace, aber letztendlich haben nur wenige Elemente aus der Romanvorlage den Weg in den letztendlichen Film geschafft. Hin und wieder ist ein gewisser Wallace-Touch mit einer umheimlichen Atmosphäre nicht von der Hand zu weisen, aber dennoch erreicht dieser Film nie das Niveau früherer Wallace-Verfilmungen. Daran können leider auch die durchaus bemühten Darsteller nicht viel ändern. Die teilweise recht uninspiriert wirkende und unnötig brutale Inszenierung ist also im Endeffekt nicht mehr und nicht weniger als ein durchschnittlicher italienischer Horrorthriller.