• Horst Wendlandt träumte schon lange davon, einen aufwendigen Abenteuerfilm zu drehen
  • sein Sohn Matthias brachte ihn auf die Idee, Karl May zu verfilmen
  • er ließ Leute befragen, ob sie Karl May kennen würden oder ihn schon einmal gelesen hätten
  • als Co-Produzenten einigte man sich mit der staatlichen Filmfirma "Jadran film", die schon Erfahrung mit Kostüm- und Reiterfilmen hatte
  • der Karl-May-Verlag gewährte eine Option auf "Der Schatz im Silbersee" und den drei "Winnetou"-Büchern
  • Horst Wendlandt favorisierte als Regisseur Alfred Vohrer, aber die Constantin bestand auf Harald Reinl, Wendlandt fügte sich
  • als Old Shatterhand verpflichtete man Lex Barker, der in den 40er Jahren Tarzan gespielt hatte und in Deutschland bereits in zwei Mabuse-Filmen mitgewirkt hatte
  • Karin Dor spielte die Rolle der Ellen-und war zudem die Frau von Regisseur Reinl
  • in weiteren Rollen waren Herbert Lom, Götz George, Ralf Wolter und Eddi Arent zu sehen
  • für Winnetou waren zuerst Carlos Thompson, Christopher Lee und Guy Williams im Gespräch
  • Horst Wendlandt sah Pierre Brice auf einer Party im Berliner Hilton-Hotel und engagierte den damals noch unbekannten Franzosen für die Rolle
  • mit 3,5 Mill. DM sollte der Film einer der teuersten seiner Zeit werden
  • und wurde der erfolgreichste Film des Nachkriegskinos und erhielt als erster überhaupt die "Goldene Leinwand"

- nach dem Erfolg von "Der Schatz im Silbersee" war eine Fortsetzung beschlossene Sache
- wiederum wurde Harald Reinl Regisseur, obwohl Wendlandt Vohrer favorisierte
- Lex Barker und Pierre Brice wurden durch den Erfolg zu Stars
- Mario Adorf spielte diesmal den Schhurken und wurde Jahre darauf noch mit dieser Rolle identifiziert
- auch Chris Howland, bekannter Moderator einer Fernsehsendung, gab seinen Karl May-Einstand
- im Dezember bezog die Rialto Film Preben Philipsen GmbH&Co KG ihren neuen Sitz in Berlin
- durch spätere Kürzungen verliert der Film 7 Minuten
- er wird in der Endabrechnung noch erfolgreicher als sein Vorgänger
- auch Artur Brauner, einer der erfolgreichsten Filmproduzenten Deutschlands, wollte auf die Karl-May-Welle springen
- aber Wendlandt hatte sich bereits die Rechte an den Karl-May-Romanen gesichert
- er besaß noch einen Vertrag mit Lex Barker, den er für die Mabuse-Filme entdeckt hatte
- auch die CCC-film hatte gute Erfahrungen mit jugoslawischen Filmfirmen
- mehrere Drehbuchautoren wurden engagiert, selbst noch am Tag des Drehbeginns
- fünf Tage vor Drehbeginn wird Hugo Fregonese, ein Argentinier als Regisseur engagiert
- als Regisseure waren auch Don Siegel oder Henry Koster im Gespräch
- wiederum dabei sind Lex Barker, Pierre Brice und Ralf Wolter
- neu dabei sind die israelische Schauspielerin Daliah Lavi und der Amerikaner Guy Madison
- ihren Karl-May-Einstand geben Rik Battaglia und Gustavo Rojo
- er wird mit 5 Millionen Mark der teuerste May-Film und läuft am 27.9.1970 als erster der Karl-May-Filme im Fernsehen
- "Der Schut", auch von Artur Brauner produziert, ist die erste Verfilmung eines Orient-Romanes in den 60er Jahren
- das Drehbuch schreibt Karl-May-Kenner Georg Marischka
-Lex Barker darf ohne weiteres Kara Ben Nemsi spielen, da er nur als Old Shatterhand bei Wendlandt unter Vertrag steht
- statt Jürgen Roland, der Terminschwierigkeiten hatte, verpflichtete man Robert Siodmak
- der Film wird nach "Das Vermächtnis des Inka" zum preiswertesten Film der Reihe
- Rik Battaglia spielt die Titelrolle und wird daraufhin zum Karl-May-Schurken
- humoristische Auftritte haben Ralf Wolter als Hadschi Halef Omar sowie Dieter Borsche und Chris Howland
- Chris Howland erhät nach Lex Barker die zweithöchste Gage, was seiner damaligen Popularität zuzuschreiben ist
- auch dieser Film erhielt die Goldene Leinwand
-wiederum spielen Lex Barker und Pierre Brice die Hauptrollen, wobei Brice diesmal die eigentliche Hauptfigur ist
- Karin Dor spielt Ribanna und der Brite Anthony Steel, ehemaliger Mann von Anita Ekberg, den Schurken
- der aus den Wallace-Filmen bekannte Bösewicht Klaus Kinski ist leider nur in diesem Film mit von der Partie
- der junge Italiener Mario Girotti spielt hier zum ersten Mal in einem May-Film mit, später macht er als Terence Hill mit Dauerpartner Bud Spencer im Italowestern Karriere
- als Komiker wird diesmal Eddi Arent verpflichtet
- als Höhepunkt gibt es diesmal den Brand eines Ölfeldes, von Pyrotechniker Erwin Lange professionell in Szene gesetzt
- auch dieser Film erhält wie der erste Teil das Prädikat "wertvoll"
- Horst Wendlandt schafft es den britischen Weltstar Stewart Granger für die Rolle des Old Surehand zu verpflichten
- aus "Winnetou und der Bärenjäger" wird "Unter Geiern"
- dieser Film bedeutete die Abkehr von der Karl-May-Romantik hin zu etwas mehr Härte, man spekulierte auf den Weltmarkt
- Stewart Granger entspricht zwar nicht der Romanfigur, bringt dafür Witz und Charme mit in den Film
- Elke Sommer spielt als zweiter Hollywood-Star mit
- sie stand bei Artur Brauner unter Vertrag, der dafür Pierre Brice für "Old Shatterhand" bekam
-Götz George spielt den Bärenjägersohn Baumann und Sieghardt Rupp ("Für eine Handvoll Dollar") den Schurken Preston
- der jugoslawische Schauspieler Milan Srdoc spielt hier wie in den 2 folgenden Old Surehand Filmen unter dem Pseudonym Paddy Fox
- DEFA-Chefindianer Gojko Mitic bekam hier seine 2. und letzte Karl-May-Rolle(erst später in "Präriejäger in Mexiko")
- Alfred Vohrer wurde neuer Regisseur, er inszenierte u.a. mehrere Wallace-Krimis("Das Gasthaus an der Themse")
- durch den Karl-May-Boom erschienen bei der Filmpremiere auch Postkarten mit Filmbildern, Schallplatten, Filmfiguren u.ä.
- da Brauner nordamerikanische May-Romane untersagt waren, nahm er sich der südmerikanischen Stoffe an
- wiederum wurde Robert Siodmak als Regisseur verpflichtet
- Lex Barker, Rik Battaglia, Gustavo Rojo und Ralf Wolter waren als May-Stammbesetzung wieder mit dabei
- neu dazu kamen Gerard Barray("Der Triumph des Musketiers") und Hans Nielsen ("Titanic")
- man entschied sich, den Film in zwei Teilen herauszubringen, um so die hohen Kosten wieder einzuspielen
- man arbeitete mit Avala-Film zusammen und drehte somit wieder in Jugoslawien anstatt wie zuerst überlegt in Mexiko
- durch schlechte Wetterbedingungen verzögerten sich die Dreharbeiten
- mehrere fehlende Außenszenen werden mit Lex Barker in Spanien abgedreht, da er dort bereits mit Pierre Brice für "Die Hölle von Manitoba" vor der Kamera steht
- der Film spielte weniger als die Winnetou-Filme ein, rentierte sich aber am Schluß trotzdem
- die Fortsetzung vom "Schatz der Atzteken"
- im Ausland lief der Film oftmals in einer einteiligen Kinofassung
- mehrere Bild- und Handlungssequenzen sind identisch mit dem Vorgänger
- so fällt der Film qualitativ gegenüber dem ersten Teil etwas ab
- Harald Leipniz ("Die Schlüssel") spielt die Titelfigur
- Stewart Granger und Pierre Brice, die sich nicht besonders sympathisch waren, gehen mehrmals im Film getrennte Wege
- mehrere alte Bekannte sind dabei: Mario Girotti, Walter Barnes und Milan Srdoc
- erstmals dabei der bakannte Komiker Heinz Erhardt
- der Schurke kommt diesmal nicht am Ende des Films um, ein Novum der Serie (außer bei Brauners "Old Shatterhand")
- am Ende des Films sollten Old Shatterhand und Sam Hawkins auftreten, ein netter Gag, der nicht realisiert werden sollte
- als Regisseur trat Harald Philipp ("Die Tote aus der Themse") erstmals in Erscheinung
- spektakuär waren die Sequenzen mit dem Floß, auch wenn einige Szenen im Studio nachgedreht wurden
- der Film konnte aber nicht mehr den Qualitätsstandard der früheren Filme erreichen, kam beim Publikum dennoch sehr gut an
- Lex Barker gab wieder den Kara Ben Nemsi und Ralf Wolter den Hadschi Halef Omar
- der Darsteller des Bösewichts war der jugoslawische Schauspieler Djordje Nenadovic, den man flugs in George Heston umbenannte (wegen der Ähnlichkeit mit Charlton Heston?)
- aus Sympathie zu Regisseur F.J. Gottlieb ("Der schwarze Abt") trat Werner Peters("Der Untertan") als Mütesselin auf
- Dieter Borsche und Chris Howland treten wieder auf
- auch hier wurde wieder ein Zweiteiler geplant, allerdings sind beide Filme in sich abgeschlossen
- desweiteren gab es beim Drehen in Spanien gravierende Wetterprobleme
- Lex Barker mußte bis zum Mai mit seinen Szenen fertig sein, da er nach Jugoslawien zu den Dreharbeiten zu "Winnetou 3" mußte
- nach Verhandlungen blieb er noch 2 Wochen länger
- selbst Artur Brauner flog nach Spanien, um sich ein Bild von den Dreharbeiten zu machen
- weiterer Probleme waren die Szenen auf dem Salzsee und mit dem Ballon
- F.J. Gottlieb überwarf sich mit seinem Produzenten und drohte mit dem Ende seiner Arbeit
- ein Nachspiel gab es vor Gericht: Regisseur Gottlieb erhielt ein Resthohorar und auch Lex Barker forderte mehr Geld, als er merkte, das der Film aus zwei Teilen bestand
- durch mehrere Schnitte wurde der Film von 16 auf 6 Jahren freigegeben
- trotz des Karl-May-Booms entschloß sich Horst Wendlandt Winnetou im 3. Film sterben zu lassen-entsprechend dem Buch
- Rik Battaglia spielt den Mörder Winnetous und die Französin Sophie Hardy ("Der Hexer") die Rolle der Ann
- ungewöhnliches Medienecho kam in Form von Protesten gegen den Tod Winnetous, besonders die BRAVO druckte mehrere Leserbriefe ab, in denen sich die Leser gegen diesen Entschluß wandten
- die Todesszene ließ Regisseur Reinl in einer Vielzahl von Einstellungen drehen und die Constantin hielt alle Bilder dieser Szene zurück, um die Neugier auf den Film zu steigern
- dieser Film erhielt als letzter der Serie die Goldene Leinwand-das Ende einer Serie wurde somit langsam eingeläutet
- Stewart Granger darf diesesmal härter agieren als zuvor und Peirre Brice kommt erst spät als Winnetou zu seiner ersten Szene, viele Fans waren sauer über den neuen Weg der Reihe
- der Amerikaner Larry Pennell spielt den bösen General, Mario Girotti ist zum letztenmal dabei, bevor er zum Italo-Western wechselt und die Französin Leticia Roman spielt die Rolle der Judith
- Alfred Vohrer übernahm die Regie und sorgte so für etwas mehr "Härte" im Film
- der Film erhielt nicht mehr die Goldene Leinwand, weshalb eine geplante Fortsetzung nicht gedreht wurde
- die Fortsetzung von "Durchs wilde Kurdistan"
- Sieghardt Rupp spielt diesmal die Rolle des Abu Seifs, für Marah Durimeh engagierte man die Schweizerin Anne-Marie Blanc, geplant waren auch Elisabeth Flickenschildt oder Brigitte Horney
- die Szenen auf dem Salzsee wurden in spanischen Studios gedreht
- den Schlußkampf auf der Gondel drehte man mit einem Double, da Lex Barker nicht mehr zur Verfügung stand
- dadurch kommt es, das der Machredsch in diesen Szenen mal mit und mal ohne Kopfbedeckung kämpft
- diesen Film brachte der Nora-Filmverleih heraus, genauso wie "Das Vermächtnis des Inka"
- Georg Marischka, der Autor von:"Der Schut" und "Der Schatz der Atzteken" wollte auch etwas vom Erfolgkuchen abhaben
- mit seinem Bruder Franz gründete er die Franz Marischka Film GmbH und wichen mit dem Filmstoff nach Südamerika aus
- die Hautrolle spielte Guy Madison ("Old Shatterhand"), Wilhelm Rothlein, der Haukaropora spielt, ist eine Entdeckung Georg Marischkas
- den Bösen spielt Francisco Rabal, ein bekannter Italo-Western-Darsteller
- als komisches Trio traten Heinz Erhardt, Walter Giller und Chris Howland gemeinsam auf
- die Figur des Vater Jaguar wurde in Jaguar umgetauft, was nicht so alt klingen sollte
- man drehte erstmals an Originalschauplätzen in Peru (Macchu Picchu) und in Bulgarien
- für die Krönungszeremonie am Ende des Films drehte man mit 300 Komparsen, allesamt Indios
- leider war das Publikumsinteresse gering an dem Film, die Franz Marischka-Film mußte Konkurs anmelden
- die im Fernsehen laufende Fassung ist um zahlreiche Einstellungen gekürzt
- diesmal ist die Rolle von Pierre Brice wieder größer, man trug dem Publikumsgeschmack Rechnung
- die weibliche Neuentdeckung des Films ist Ursula (Uschi) Glas, die zuvor in einer kleinen Rolle im Wallace-Film "Der unheimliche Mönch" aufgefallen ist
- durch ihren bayrischen Akzent wird sie in dieser Rolle synchronisiert
- die Bösen sind diesmal gleich zwei und werden von Jugoslawen gespielt
- als Regiseur kam Paul May ("08/15") hinzu, er wurde aber nach einer Woche abgelöst- sein Inszenierungsstil war zu langatmig
- es kam für ihn Harald Philipp hinzu
- eine andere Katastrophe war der Brand in den Kulissen von "Rocky Town", sie brannten zur Hälfte nieder
- der Drehplan wurde umgeworfen und die Stadt konnte schnell wieder errichtet werden
- der Film wurde sofort nach der Uraufführung um 9 Minuten gekürzt, um ihn ab 6 Jahren freizugeben, das Fernsehen strahlt aber die längere Fassung aus
- ein neurer Held wird ins Rennen geschickt-Old Firehand, gespielt vom Kanadier Rod Cameron ("Die letzte Zwei vom Rio Bravo")
- die amerikanische Columbia will den Film weltweit vertreiben, man strebt nach Internationalität
- Marie Versini spielt wieder Nscho-Tschi, der Film spielt also vor "Winnetou 1"
- obwohl Winnetou im Titel auftaucht, ist seine Rolle kleiner geworden
- Harald Leipniz spielt zum zweitenmal den Bösen, Rik Battaglia zum erstenmal den Guten und Viktor de Kowa ("Der Fälscher von London") übernimmt den komischen Part
- Wendlandt nahm ein amerikanisches Drehbuch als Grundlage ("Thunder at the border") und nahm noch Motive aus dem Italo-Western- ein Schuß, der nach hinten losgehen sollte
- Alfred Vohrer nahm auf dem Regiestuhl Platz und Wallace-Spezi Peter Thomas komponierte diesmal die Musik
- der Film konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, er wurde der letzte Karl-May-Kinofilm der Rialto
- Artur Brauner versuchte noch einmal der Serie neues Leben einzuhauchen
- neben den Helden spielen viele vertraute Gesichter mit: Ralf Wolter, Karin Dor, Eddie Arent und Rik Battaglia
- Harald Reinl darf wieder Regie führen und Martin Böttcher komponierte die Musik
- Herbert Reinecker (Alex Berg) verfaßte das Drehbuch-später schrieb der Derrick
- für den Film werden erstmalig Bilder vom Grand Canyon verwendet, Harald Reinl und Regieassistent Charles Wakefield flogen extra nach Amerika
- gleich 6 Titel standen für diesen Film zur Auswahl, u.a. "Im Tal des Todes", "Winnetou im Tal des Goldes" oder "Winnetou im Tal des Todes"
- die große Zeit für Karl May war aber vorbei, der Film erreichte nur ein ordentliches Einspielergebnis
- und beendete damit eine der erfolgreichsten Filmserien der deutschen Filmgeschichte